Montag, 16. Oktober 2017, 12:50 Uhr

So hat Kate Winslet Harvey Weinstein absichtlich ignoriert

Kate Winslet hat Harvey Weinstein in ihrer Oscar-Rede eine Abfuhr erteilt. Als die 42-jährige Schauspielerin im Jahr 2009 den Oscar als ‚Beste Schauspielerin‘ gewann und in ihrer Rede 19 Personen dankte, ließ sie absichtlich Harvey Weinstein aus, dessen Firma den Film finanziert und vermarktet hatte.

So hat Kate Winslet Harvey Weinstein absichtlich ignoriert
Foto: Euan Cherry/WENN.com

Nachdem die Vorwürfe gegen Weinstein in der vergangenen Woche publik geworden waren, gibt die Schauspielerin nun zu: „Das war absichtlich. Absolut absichtlich. Ich erinnere mich daran, dass man mir vorschrieb, Harvey zu danken, wenn ich gewinnen würde. Ich antwortete nur ‚Nein, das werde ich nicht‘. Das lag nicht daran, dass ich nicht dankbar war. Aber wenn jemand sich nicht benehmen kann, warum sollte ich ihm dann danken?“

Kate verdankte dem Drama ‚Heavenly Creatures‘, das von Weinsteins Firma Miramax Films produziert worden war, ihren Durchbruch. Wie die britische Darstellerin nun der ‚Los Angeles Times‘ verrät, hat Weinstein, der momentan auf Entzug ist, ihr die Dankesrede nie vergessen: „Meine ganze Karriere lang war er sauer auf mich und jedes Mal, wenn wir uns irgendwo trafen, griff er nach meinem Arm und sagte ‚Vergiss‘ niemals, wem du deinen ersten Film zu verdanken hast‘.“

Weinstein war ein Tyrann

Im Interview lässt Winslet Weinsteins Umgang mit Frauen erahnen: „Das war einfach seine Art. Er war tyrannisierend und unangenehm. Geschäftlich gesehen war es wirklich schwer mit ihm umzugehen, weil er unverschämt war. Jedes Mal, wenn er mit meiner Agentin am Telefon sprach, beleidigte er sie auf die unverschämteste Art.“ Mittlerweile wurde Weinstein nicht nur von der Oscar-Akademie ausgeschlossen, sondern auch von seiner eigenen Firma gefeuert. Für die ‚Zwischen zwei Leben‘-Darstellerin hätte es nicht besser laufen können, wie sie erklärt: „Die Tatsache, dass ich in meinem Leben nie wieder mit Harvey Weinstein zu tun haben muss, ist eines der besten Dinge, die mir und vielen anderen Menschen auf der Welt je passiert ist.“