Freitag, 20. Oktober 2017, 5:29 Uhr

Carla Bruni und der Fall Weinstein

Carla Bruni glaubt nicht, dass die Fashionwelt so gefährlich für Frauen sei. Das ehemalige Model äußerte sich ebenfalls zu den Weinstein-Vorfällen in der Filmindustrie, denkt, aber, dass dies in der Modewelt nicht so schlimm sei.

Carla Bruni und der Fall Weinstein
Foto: TNYF/WENN.com

Natürlich gäbe es überall schlimme Menschen, aber niemand würde ein Model belästigen. Im Interview mit ‚InStyle Online‘ berichtet die 49-Jährige von ihrer These: „Klar gibt es auch in der Modewelt schlimme Leute, wie überall sonst auch, aber Fashion ist nicht so gefährlich für junge Mädchen. Es ist hauptsächlich arbeiten und reisen und man braucht ziemlich viel Disziplin. Ich würde sagen, dass es einer der Showbiz-Bereiche ist, die sicher sind. Die Leute wollen die Mädchen nicht missbrauchen, sondern fotografieren. Es ist eine gesunde Umgebung.“

Christy Turlington widerspricht

Die Stilikone, die anlässlich Versaces letzter Laufsteg-Show selbst zusammen mit ihren Kolleginnen Naomi Campbell, Claudia Schiffer und Cindy Crawford auf den Catwalk zurückkehrte, hat in ihren 30 Jahren in der Modeindustrie nie schlechte Erfahrungen gemacht. Die ehemalige First Lady von Frankreich erzählt weiter: „Sowas passiert in der Modewelt nicht. Ich habe nie solche Erfahrungen mit einem Designer oder Fotografen machen müssen. Viele Agenturen beschützen ihre Mädchen, weil sie arbeiten müssen. […] Das macht es sicherer für junge Models.“

Carlas Modelkollegin Christy Turlington widerspricht ihr in dieser Hinsicht allerdings. Die 48-Jährige hatte erst kürzlich verkündet, die Fashionwelt sei voller Missbrauch. „Ich weiß, dass Belästigung und Misshandlung weit verbreitet und toleriert in dieser Welt sind. Die Fashionindustrie ist voll von Männern, die ständig zurückgewiesen werden und alleine sind, sodass viele von uns schlimme Erfahrungen machen mussten. Ich bin froh, dass ich nicht dazugehöre, aber ich weiß auch, dass das nicht die Regel ist.“