Samstag, 21. Oktober 2017, 14:30 Uhr

Donald Trump: Diese Uhr findet er garantiert nicht witzig

US-Präsident Donald Trump hat bekanntlich sehr viele Gegner. Einige von ihnen können das Ende seiner grauenhaft chaotischen und ziellosen Amtszeit kaum abwarten. Deswegen haben sie in New York ein große Digitaluhr installiert, die die verbleibenden Tage und Stunden anzeigt.

Donald Trump: Diese Uhr findet er garantiert nicht witzig
Führt die USA wie ein Familienbetrieb: Donald Trump, selbstverliebt und grenzenlos launisch. Foto: Judy Eddy/WENN.com

Die überdimensionale Uhr zählt in New York die Tage und Stunden rückwärts, die bis zum Ende der ersten Amtszeit des unerträglich selbstverliebten, mit seinem Amt völlig überforderten Präsidenten verbleiben. Installiert hatte die Uhr eine Gruppe von Künstlern bereits Ende Juni – während einer Comedy-Veranstaltung.

Sie ist von einem nahegelegenen Bootssteg am East River, von Fähren auf dem Fluss und aus weiterer Entfernung auch von Manhattan auf der anderen Uferseite zu sehen. Über die Bedeutung der roten Digitalziffern hielten die Macher die Öffentlichkeit erst einmal im Dunkeln.

Donald Trump: Diese Uhr findet er garantiert nicht witzig
Die Digitaluhr zeigt die Tage und Stunden bis zum Ende von US-Präsident Donald Trumps Amtszeit. Foto: Johannes Schmitt-Tegge

„Wir haben es mit Absicht undurchsichtig gelassen, damit die Leute ihre eigenen Schlüsse ziehen können“, sagte Künstler Brandon Stosuy der Website „DNAinfo“. Nach und nach würden die Betrachter aber verstehen, worum die Aktion sich dreht. „Es erinnert daran, wie viele Leute es nicht abwarten können, bis es vorbei ist“, sagte Stosuy mit Blick auf Trumps Präsidentschaft. Diese erfordere von den Menschen „Ausdauer“.

Geduld bis spätestens Ende Januar 2021

Nach der US-Präsidentschaftswahl im November 2020 wird der nächste neue Präsident voraussichtlich am 20. Januar 2021 vereidigt. Da die amerikanische Verfassung eine Höchstzeit von zwei Amtszeiten vorsieht, könnte Trump allerdings auch wiedergewählt werden. Zudem gibt es Diskussionen, ob gegen Trump etwa wegen möglicherweise unerlaubter Geschäfte ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet werden könnte. Bei einem Erfolg könnte seine laufende Amtszeit dann schon vor Beginn des Jahres 2021 enden.

Auf die Frage, was Stosuy im Fall einer Wiederwahl Trumps tun würde, antwortete er: „Das wäre zu deprimierend.“ (dpa/KT)