Sonntag, 22. Oktober 2017, 10:26 Uhr

Adele macht kurzen Prozess mit "Hello"

Briten-Popstar Adeles Hit ‚Hello‘ wird bald nicht mehr in Karaoke-Bars zu hören sein. Die Sängerin schließt sich damit einer längeren Liste von Musikern an, die keine Lizenzen für Karaoke-Versionen ihrer Songs mehr vergeben.

Adele macht kurzen Prozess mit "Hello"
Foto: Adriana M. Barraza/WENN.com

ABBAs ‚Dancing Queen‘ und auch Katy Perry ‚Roar‘ sind nur einige davon. 100 Bands und Einzelkünstler haben sich dafür entschieden, ihre Songs nicht mehr für Karaoke-Bars freizugeben, wie die Zeitung ‚Daily Mirror‘ berichtet. Doch das Songverbot beschränkt sich nicht nur auf öffentliche Orte, auch im Wohnzimmer wird es demnächst keine lustigen Adele-Cover mehr geben, denn auch Karaoke-Spiele wie ‚Sing Star‘ sind betroffen.

„Das macht überhaupt keinen Sinn“

Jay Taylor, der Chef der Firma ‚Vocal Star‘, die Karaoke-Maschinen herstellt, ist natürlich nicht besonders begeistert. „Wir können einfach nicht verstehen, warum sie das tun. Das macht überhaupt keinen Sinn“, sagt er gegenüber dem ‚Daily Mirror‘.

Er geht sogar soweit, zu sagen, dass diese Aktion die Industrie zerstöre. Rob Kempton von ‚Footprint Music‘, einem Beratungsunternehmen für Musikrechte, denkt, dass verschiedene Dinge Anlass dazu geben könnten. „Die Künstler wollen vielleicht selbst mit Karaoke-Firmen verhandeln oder sie wollen nicht, dass der Song die Leute nervt, weil er übertrieben wird. Oder vielleicht mögen auch einige einfach kein Karaoke.“