Samstag, 04. November 2017, 13:27 Uhr

Paz de la Huerta: Zweimal von Weinstein vergewaltigt?

Paz de la Huerta erhebt ebenfalls schwere Vorwürfe gegen Harvey Weinstein. Die Schauspielerin verriet in einem Interview mit ‚Vanity Fair‘, dass sie zweimal von dem mächtigen Produzenten vergewaltigt worden sei.

Paz de la Huerta: Zweimal von Weinstein vergewaltigt?
Foto: C.Smith/ WENN.com

Das erste Mal sei im Jahr 2010 in ihrem Haus in Tribeca vorgefallen, damals war de la Huerta 26 Jahre alt. Die Schauspielerin berichtete: „Es wurde sehr schnell sehr unangenehm. Als er in meine Wohnung kam fing er sofort an, mich zu küssen. Ich wollte ihn abwimmeln, doch er drückte mich aufs Bett, zog seine Hose aus und schob meinen Rock hoch. Ich hatte Angst… Es war nicht einvernehmlich… Es passierte alles sehr schnell. Er zwang sich in mich hinein… Als er fertig war, sagte er, dass er mich anrufen würde. Ich lag im Schockzustand auf dem Bett.“

„Ich hatte solche Angst vor ihm“

Nur einen Monat später vergewaltigte der Filmmogul sie angeblich erneut. Gerade war sie von einem Foto-Shooting nach Hause gekommen und hatte getrunken. In ihrem Apartment wiederholte sich die Szene dann: „Ich war in keinem guten Zustand. Ich hatte solche Angst vor ihm… Ich sagte nein und als er auf mir lag, sagte ich, dass ich das nicht will. Doch er rammelte einfach weiter und es war widerlich. Er war wie ein Schwein… Er hat mich vergewaltigt. Anschließend lag ich einfach nur da und fühlte mich krank. Er schaute mich an und sagte ‚Ich werde dir eine Rolle verschaffen.‘ Danach ging er und ich hörte nie wieder von ihm. Er wusste, dass er etwas Schlimmes getan hat.“

Die New Yorker Polizei ermittelt derzeit in beiden Fällen gegen ihn, auch die Kollegen in London, Los Angeles und Beverly Hills untersuchen mehrere ähnliche Fälle. Konkret konnte er bisher mit keinem Verbrechen belastet werden, obwohl es 60 weitere Fälle geben soll.

Die Anfänge reichen Jahrzehnte zurück

Wer glaubt, dass Harvey Weinstein der Anfang dieser Sex-Lawine war irrt. Ein Blick in die Geschichte offenbart. Es ging schon Jahrzehnte früher lo s mit dem Gefügigmachen von Frauen die ins Rampenlicht wollten. In den 30er-Jahren war es Darryl F. Zanuck, Gründer des legendären Studios 20th Century Fox. Er bestellte sich immer um 16 Uhr eine Mitarbeiterin für Schäferstündchen ins Büro. Hollywoodstar Rex Harrison (1908-1990) stieg Schauspielerin Carolin Landis nach. Als sie sich in ihn verliebte, servierte er sie ab und sie nahm sich das Leben.

Oder Charlie Chaplin (1889-1977). Seine spätere zweite Frau Lita Grey begehrte er bereits in deren zartem Alter von sieben Jahren, als er sie in einem Restaurant erspähte und später deshalb ihre Mutter besuchte. Nach einer Affäre mit Chaplin wurde Grey im Alter von 16 Jahren schwanger. Chaplin heiratete sie schnell um einer Bestrafung zu entgehen.

Und da wäre auch noch Alfred Hitchcock (1899-1980). Er litt unter Skropophilie – mit anderen Worten: er schaute anderen ins Schlafzimmer. Die Darstellerinnen sollten sich wunschgerecht ausziehen und der alte Spanner guckte aus der Ferne zu. Shirley Mac Laine soll es geschafft haben, sich dieser perversen Marotte zu entziehen. Vor diesem Hintergund erscheint ja der Hitchcock-Klassiker „Fenster zum Hof“ in einem ganz anderen Licht…