Donnerstag, 09. November 2017, 20:48 Uhr

Michael Michalsky über Katzen und Musik

Das jüngere Publikum kennt Michael Michalsky (50) vielleicht erst seitdem er in der Jury von “Germany’s Next Topmodel” sitzt. Aber der sympathische Berliner gehört schon seit gut zwanzig zu den erfolgreichsten, deutschen Designern.

Michael Michalsky über Katzen und Musik
Foto: AEDT/WENN.com

Er war es, der Marken wie MCM und Adidas wieder cool machte. Wir haben ihn in seinem Creativ-Studio in Berlin getroffen und über Katzen geredet. Katzen? Ja! Der Modemacher hat sich mit der Marke „Dreamies“ zusammengetan und für den leckeren Katzensnack „Dreamies Deli-Catz“ ein exklusives T-Shirt entworfen.

Kannst du erzählen, wie es zu der Zusammenarbeit kam?
Nein, ich habe leider keine Katze. Ich bin aber schon länger mit der Marke befreundet und als ich dann den Werbespot sah, habe ich mich sofort in die beiden Hauptcharaktere verliebt. Ich fand die Katze und das Küken einfach zuckersüß. Als Dreamies dann auf mich zukam und fragte, ob ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen könnte, habe ich sofort zugesagt. Von der Idee eine limited Edition zu kreieren waren alle sofort begeistert. Die Auflage ist jetzt auf 500 Shirts limitiert. Da ist jedes Shirt etwas ganz besonderes.

Du hast also keine eigene Katze, bist aber ein Katzenfreund?
Ja, ich mag, dass Katzen nicht dressierbar sind. Das sind Tiere, die einen eigenen Willen haben. Da finde ich mich selbst wieder. Der Grund, warum ich keine eigene Katze habe, ist mein derzeitiger Lifestyle. Ich bin viel unterwegs und durch meinen Beruf oftauf Reisen. Das wäre dem Tier gegenüber nicht gerecht und unfair, weil ich es ja permanent bei Freunden unterbringen müsste. Ich finde, wenn man ein Tier hat, dann muss man auch die Zeit haben, sich richtig um das Tier kümmern zu können.

Er holte Lady Gaga nach Deutschland

Du bist ja dafür bekannt, einen sehr guten und vor allem visionären Musikgeschmack zu haben. Hast du gerade einen Geheimtipp, wen man gerade unbedingt hören sollte?
Kann ich dir sagen! Das beste Album des Jahres ist bisher die Künstlerin Anna of the North mit ihrer LP „Lovers“. Es ist Elektro-Pop mit hörbaren Einflüssen aus den 80er und 90er Jahren. Aber es klingt nicht retro. Anna of the North kommt aus Oslo und hat eine tolle Stimme. Ich finde jedes Lied auf dem Album toll! Und das passiert mir wirklich selten.

Du hast späteren Superstars wie Lady Gaga und Hurts ihre ersten Auftritte in Deutschland verschafft. Damals waren beiden noch gänzlich unbekannt. Wie findest du solche musikalischen Perlen?
Bei mir ist das so: Ich höre non-stop Musik, von dem Moment in dem ich aufwache, bis zu dem Moment, in dem ich einschlafe. Ich fokussiere mich nicht auf ein Genre, sondern höre alles querbeet. Dabei entdecke ich immer wieder neue Künstler. Musik ist eine Leidenschaft von mir. Es ist nicht so, dass ich da sitze und denke, dass ich jetzt etwas finden muss. Das Finden und Entdecken passiert, während ich meiner Leidenschaft folge.