Freitag, 10. November 2017, 21:33 Uhr

Haare ab: Lupita Nyong'o kritisiert britisches Klatschmagazin

Lupita Nyong’o ist sehr enttäuscht von der britischen ‚Grazia‘, weil die ihr Haar auf Fotos verschwinden ließen. Die Schauspielerin ist auf dem Novembercover der Zeitschrift zu sehen, auf dem sie einen sportlichen, sehr kurzen Haarschnitt trägt.

Lupita Nyong'o kritisiert britisches Klatschmagazin
Foto: Apega/WENN.com

Doch zum Zeitpunkt des Shootings trug die Oscar-Preisträgerin einen losen Pferdeschwanz, der nachträglich aus dem Bild entfernt wurde. Lupita postete Fotos des Covers auf Instagram, auf denen sowohl die eine als auch die andere Version zu sehen ist. Dazu schrieb sie: „Auf dem Cover einer Zeitschrift zu sein, erfüllt mich mit einer Möglichkeit, den Leuten zu zeigen, dass andere Farbige mit lockigen Haaren und besonders unsere Kinder schön auf ihre eigene Art und Weise sind. Ich bin enttäuscht, dass ‚Grazia‘ mich zu ihrem Shooting eingeladen hat und dann meine Haare entfernt und geglättet hat, um ihre Version von schönen Haaren zu zeigen.“

Ferner fügte sie hinzu: „Wäre ich gefragt worden, hätte ich erklärt, dass ich die Veränderung meines Erbes nicht unterstützen kann. Es gibt noch einen sehr langen Weg, dieses unbewusste Vorurteil uns gegenüber zu bekämpfen.“ Ein Fan antworte darauf: „Ich kann es nicht glauben, dass sie dich vor der Veränderung deines Aussehens nicht gefragt haben. Danke, dass du es aussprichst. An ‚Grazia‘: Reißt euch zusammen und unterstützt unsere gelockten Schwestern.“ Die britische ‚Grazia‘ selbst hat sich noch nicht dazu geäußert.

„Grazia“ entschuldigt sich

Das Blatt selbst nahm das Cover von seiner Instagram-Seite und entschuldigte sich in einem Statement. Darin heißt es u.a.: „Das Magazin Grazia möchte klarstellen, dass sie zu keinem Zeitpunkt eine redaktionelle Anfrage an den Fotografen gestellt hat, dass Lupita Nyong’os Haare auf dem Cover in dieser Woche verändert werden sollten, noch haben wir sie selbst verändert. Aber wir entschuldigen uns vorbehaltlos dafür, dass wir die höchsten redaktionellen Standards nicht eingehalten haben, um sicherzustellen, dass wir alle Änderungen kennen, die gemacht wurden.“