Sonntag, 12. November 2017, 14:55 Uhr

Max Raabe über sein neues Album mit den Rosenstolz-Machern

Max Raabe gehört seit 20 Jahren fest in den Musikbetrieb Deutschlands. Der Sänger hat seit Gründung von Max Raabe & Palast Orchester über 30 Alben veröffentlicht und gerade kam das neue „Der Perfekte Moment“ heraus.

Max Raabe über sein neues Album mit den Rosenstolz-Machern
Foto: Gregor Hohenberg

Dieses hat er zusammen mit Peter Plate und Ulf Leo Sommer (Rosenstolz) und Annette Humpe (unter anderem Ideal, Ich+Ich ) erdacht, und produziert. Wir haben ihn in Berlin getroffen und über die Arbeit an dem neuen Album geplaudert.

Sie haben bei diesem Album mit Rosenstolz zusammengearbeitet. Ist der Sound dadurch etwas poppiger geworden?
Ich würde sagen nein. Wir haben und entschlossen, dass ich mich nicht an den Pop ranwanzen darf, sondern dass der Pop sich meiner musikalischen Haltung anpassen soll. Mir war das eigentlich schon immer klar. Aber die anderen haben diese Erkenntnis erst im Laufe der Aufnahmen gewinnen können. Die Beats, die sie ursprünglich für die Platte gemacht hatten, waren zu heftig. Es klang, als würden sie in Konkurrenz zur Stimme und zur Geschichte stehen.

Viele Songs haben’s nicht auf’s Album geschafft

Sie sind ja alle in Berlin wohnhaft. Wurde das Album dann auch in Berlin aufgenommen, oder haben Sie dazu die Stadt verlassen, um zum Beispiel mehr Freiraum für Kreativität zu spüren?
Nö. Wenn ich mich zum Musikmachen treffe, dann habe ich diesen kreativen Freiraum, egal wo. Rosenstolz haben in Berlin-Kreuzberg ein Studio und dort haben wir überlegt, an den ersten Melodien gebastelt und getestet, was man für Geschichten erzählen könnte. Und dann bin ich zu Annette gefahren. In ihrer Küche haben wir Texte aufgeschrieben. Das Ganze war aber kein durchgehender Arbeitsprozess. Weil wir ja alle drei sehr unterschiedliche Terminkalender haben. Wir haben uns mal alle vier Wochen getroffen, mal alle drei Monate. Es hat drei Jahre gedauert, bis das Album komplett fertig war.

Max Raabe über sein neues Album mit den Rosenstolz-Machern
Foto: Gregor Hohenberg

Drei Jahre? In drei Jahren passiert ja sehr viel in jedem Leben! Hört man das dem Album auch an?
Jein, auf dem Album hört man das nicht. Aber das liegt natürlich auch daran, dass es nicht alle Songs, die wir geschrieben oder aufgenommen haben, es auf das Album geschafft haben. Wir haben uns dann irgendwann mal alle zusammengesetzt und alles durchgehört. Und zum ersten Mal habe ich die Arbeit von drei Jahren gehört und ich war verblüfft, wie sich die Songs gegenseitig ergänzt haben und zusammen eine Art großen Zyklus geschaffen haben. Die Stücke sind sehr unterschiedlich, aber man hat nie das Gefühl, dass sie nicht zusammenpassen. Man denkt, sie seien aus einer Feder.

Max Raabe über sein neues Album mit den Rosenstolz-Machern
Foto: Gregor Hohenberg

Sie gehen im Januar wieder auf Tour. Wie bekommen Sie so Beruf unter einen Hut mit Freunden und Familie?
Das klappt ganz herrlich. Sie können sich das in etwa so vorstellen, wir geben eine Woche am Stück Konzerte in einer Region Deutschlands. Dann kommen wir wieder zurück nach Berlin und haben wieder eine Woche frei. Und dann kommt wieder eine Tour-Woche. Und wenn wir zuhause sind, haben wir alle wirklich fünf, sechs Tage, die wir intensiv bei unseren Liebsten sind. Und dann gönnen wir uns seit einigen Jahren einen großen Luxus – wir nehmen uns den gesamten Sommer frei. Dadurch haben wir die schönen, drei warmen Monate mit unseren Familien, Partnern und Freunden.

klatsch-tratsch.de verlost 3 Alben von Max Raabe

Um teilnehmen zu können, musst Du außerdem Fan unserer Facebook-Seite oder unserer Twitter-Seite sein oder einfach unseren Youtube-Trailer-Kanal abonnieren! Schreib uns bis zum 30. November 2017  in einer Mail Deinen Facebook- oder Twitter-Namen und im Betreff bitte „Max Raabe“.

Deine Mail geht an: [email protected] Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.