Dienstag, 14. November 2017, 8:51 Uhr

Karl Lagerfeld sorgt für schweren TV-Eklat

Hier haben Hochwürden wohl überzogen: Karl Lagerfeld bezeichnete Flüchtlinge als „die schlimmsten Feinde der Juden“. Der Modedesigner sorgte jetzt im französischen Fernsehen für einen Eklat. Hunderte Zuschauerbeschwerden gingen daraufhin bei der französischen Rundfunkaufsicht ein.

Karl Lagerfeld sorgt für schweren TV-Eklat
Foto: FashionPPS/WENN.com

Der 84-Jährige sorgt normalerweise mit seinen Modeentwürfen für offene Münder, nun sorgte er allerdings für globale Empörung.
Nachdem die Kameras des französischen Senders C8 auf ihn gerichtet waren, kündigte der Modezaar an, dass er „etwas Schreckliches“ sagen werde.

„Selbst wenn Jahrzehnte dazwischen liegen, kann man nicht Millionen Juden töten und später dann Millionen ihrer schlimmsten Feinde holen“, erklärte Lagerfeld. Dabei habe Merkel es eigentlich „gar nicht nötig gehabt“, noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen, nachdem schon Millionen gut integrierter Migranten im Land lebten, betonte der Modedirektor von Chanel.

Seitenhieb gegen Merkel

Offenbar habe sie aber ihr „Image als Rabenmutter“ aus der Griechenland-Krise verbessern wollen, vermutete er weiter in dem Format mit dem Titel ‚Salut les Terriens‘ (dt: etwa Hallo Erdenbürger). Die französische Rundfunkaufsicht Conseil supérieur de l’audiovisuel (CSA) prüft nun, ob sie eine Rüge gegen die Sendung von Moderator Thierry Ardisson ausspricht.

Zuletzt sorgte der gebürtige Hamburger, der seit Jahrzehnten in Frankreich lebt, für positive Schlagzeilen: So wurde ihm die Ehre zu Teil, dass er in diesem Jahr den Claridge’s-Weihnachtsbaum designen darf.

Das berühmte Hotel in London läutet die Weihnachtstage nämlich in jedem Jahr mit einem besonderen Baum ein und holt sich jährlich wechselnde Unterstützung von bekannten Designern aus verschiedenen Branchen. Laut ‚Vogue‘ zeigte sich der deutsche Designer begeistert von der Zusammenarbeit mit dem 5-Sterne-Hotel im vornehmen Stadtteil Mayfair: „Weihnachtsbäume sind das stärkste Souvenir meiner glücklichen Kindheit.“ Bang)