Freitag, 17. November 2017, 21:03 Uhr

Michael Stipe: HIV-Angst hat ihn beeinflusst

Michael Stipe litt lange Zeit unter der Angst, sich mit HIV infiziert zu haben, was sich auch auf seine Musik auswirkte. Der R.E.M.-Sänger gesteht, dass das Album ‚Automatic for the People‘ aus dem Jahr 1992 wohl ganz anders ausgefallen wäre, hätte er sich zu dieser Zeit nicht mit dem Tabuthema beschäftigt.

Michael Stipe: HIV-Angst hat ihn beeinflusst
Foto: Derrick Salters/WENN.com

In den 80er-Jahren dominierte nämlich die Ansicht, dass homosexuelle Männer besonders gefährdet seien, an AIDS zu erkranken. Im Gespräch mit der Zeitung ‚The Sun‘ öffnet sich der 57-Jährige nun zu dieser schwierigen Zeit: „Ich habe fast zehn Jahre lang mit der Angst gelebt, HIV zu bekommen. 1983 wurde von den ersten Fällen in New York berichtet und in den Vierteln, in denen ich den Hauptteil meiner Zeit verbracht habe. Dann musste ich mich damit herumschlagen, dass ich nicht wusste, ob ich positiv war, bis ich anonym getestet wurde und herausfand, dass ich gesund war. Die Leute haben gedacht, dass ich krank war, aber das war ich nicht.“

Familie war sehr besorgt

Obwohl letztendlich also noch mal alles gut ausging, waren seine Freunde, Familie sowie die Öffentlichkeit sehr besorgt um ihn, da Stipe zu dem Zeitpunkt sehr dünn war und ein zu geringes Körpergewicht eines der Symptome der tückischen Krankheit ist. Seine Bandkollegen Mike Mills, Peter Buck und Bill Berry waren eine der ersten, die vom Ergebnis seines Tests erfuhren. Jedoch hätten sie nie wirklich begriffen, „wie verängstigt“ der Künstler wirklich war angesichts der Brutalität der tödlichen Infektion. „Ich – wir – haben viele Leute verloren“, erklärt er.