Dienstag, 21. November 2017, 17:37 Uhr

Til Schweiger und der Facebook-Post: Gericht muss entscheiden

Neues gibt es in der Geschichte um einen Facebook-Post von Filmemacher Til Schweiger. Zu einer gütlichen Einigung sei es nicht gekommen, sagt der Anwalt der Klägerin. Es geht um eine persönliche Nachricht an den Filmstar, die dieser aber samt seiner Antwort im sozialen Netzwerk veröffentlicht hat.

Til Schweiger und der Facebook-Post: Gericht muss entscheiden
Foto: Becher/WENN.com

Im Streit um einen Facebook-Post von Schauspieler, Regisseur und Produzent Til Schweiger (53) muss nun also das Landgericht Saarbrücken über die Klage einer Saarländerin entscheiden. „Der Versuch einer gütlichen Einigung ist gescheitert“, sagte Anwalt Arnold Heim, der die Klägerin vertritt, der Deutschen Presse-Agentur heute in Saarbrücken.

Schweigers Anwältin habe ihm mitgeteilt, dass der Filmstar ein Urteil haben wolle. Es sei somit also kein Angebot gemacht worden, wie es zuvor in Medienberichten geheißen hatte. Eine Zivilkammer des Landgerichts wird am 23. November entscheiden.

Gütliche Einigung vom Tisch?

Der Facebook-Eintrag zeigt eine private Nachricht der 58 Jahre alten Saarländerin, die Schweiger samt Antwort veröffentlicht hat. Die Frau sieht ihr Persönlichkeitsrecht verletzt und will, dass der Post gelöscht wird. In der Nachricht fragt die Frau den Schauspieler, ob er nun Deutschland verlassen werde, wie er es laut Gerüchten vor der Wahl im Fall eines Einzugs der AfD in den Bundestag angekündigt habe. Zudem schob sie den Satz hinterher: „Ihr Demokratieverständnis und Ihr Wortschatz widern mich an.“ Der Schauspieler antwortete ihr darauf: „hey schnuffi…! date!? nur wir beide!?“

Nach der mündlichen Verhandlung vor Gericht am vergangenen Freitag hatten beide Seiten zunächst angedeutet, eine gütliche Einigung anzustreben. Schweiger war zu dem Termin nicht erschienen.