Donnerstag, 23. November 2017, 17:39 Uhr

Frisch eingetroffen aus L.A.: Das megafette "DDR-Handbuch"

Hier kommt unser Weihnachts-Geschenketipp! 40 Jahre lang dominierte der Kalte Krieg das Weltgeschehen. Die DDR und die Bundesrepublik Deutschland befanden sich in diesem globalen Konflikt an vorderster Front. Symbol dafür war die berüchtigte Berliner Mauer, die Liebende, Freunde und Familien, Kollegen und Mitbürger voneinander trennte.

Frisch eingetroffen aus L.A.: Das megafette "DDR-Handbuch"
Foto: Taschen

Nun gibt es die heiße bibliophile Kostbarkeit „Das DDR-Handbuch“ über den Alltag der Ostdeutschen im Kalten Krieg. Der Herausgeber, das Wendemuseum im kalifornischen Los Angeles, ist nach dem historischen Zeitraum um den Mauerfall 1989 benannt. Seit seiner Gründung 2002 durch den Amerikaner Justin Jampol widmet sich das Museum der Kultur und Bildsprache des früheren Ostblocks und fördert verschiedene Sichtweisen auf diese vielschichtige Ära, die unsere Welt bis heute prägt.

Der enzyklopädische Band aus dem Taschen-Verlag zeigt mehr als 2.000 Stücke aus der einzigartigen Sammlung des Museums. Basierend auf der XL-Ausgabe bietet dieses Buch einen umfangreichen Überblick über Kunstgegenstände, Archivbestände und Dinge aus der DDR: offizielle Symbole und oppositionelle Ausdrucksformen, Spektakuläres und Alltägliches, Massenproduziertes und Handgemachtes, Witziges und Tragisches, Wohnungseinrichtungen und Zeitschriften.

Frisch eingetroffen aus L.A.: Das megafette "DDR-Handbuch"
Foto: Taschen

Begleitet werden diese Überreste einer untergegangenen Zeit von Texten, die Akademiker und Experten aus Europa, Kanada und den USA zu Themen von der Stasi bis zur Sexualität, von Denkmälern bis zu mentalen Landkarten verfasst haben.

Auf über 800 Seiten mehr als 2.000 Gegenstände

So gibt es einen umfassend illustrierten Überblick über die visuelle und materielle Kultur der DDR. Mit zahlreichen Aufnahmen der berühmtesten DDR-Fotografen aus dem Alltag und von offiziellen Anlässen.

Frisch eingetroffen aus L.A.: Das megafette "DDR-Handbuch"
Foto: Taschen

Nach Erweiterung und Umbau präsentiert das Wende Museum ab dem 18. November 2017 seine mehr als 100.000 Exponate umfassende Sammlung von DDR-Artefakten und anderen Relikten des Kalten Krieges auf erweiterter, großzu?giger Fläche im historischen Armory Building von Culver City, einem ehemaligen Zeughaus der US National Guard aus der McCarthy-Ära, das von Michael Boyd, Christian Kienapfel und Benedikt Taschen für das Museum umgestaltet wurde.

„So kitschig und banal diese Geschichtsbetrachtung sein mag, sie erfasst den Alltag hinter dem Eisernen Vorhang in kuriosen und mitunter anrührenden Details“, schrieb The Daily Telegraph aus London.

Frisch eingetroffen aus L.A.: Das megafette "DDR-Handbuch"
Foto: klatsch-tratsch.de