Samstag, 25. November 2017, 12:15 Uhr

Yoko Ono knöpft sich die nächste deutsche Bar vor

Altersstarrsinn ist kein Wischiwaschi-Geplänkel. Barbetreiber Nima Garous-Pour kann davon ein Lied singen: Seine Szene-Kneipe in Hamburg soll er nicht länger „John Lemon“ nennen dürfen. Yoko Ono geht bereits zum zweiten Mal juristisch gegen ihn vor.

Die 84-jährige offenbar spaßbefreite John-Lennon-Witwe geht erneut juristisch gegen den Hamburger Barbetreiber vor. Nachdem sie bereits mit einer Unterlassungserklärung erwirkt hatte, dass Garous-Pour eine seiner Kneipen nicht mehr „Yoko Mono“ nennen darf, ist nun seine zweite Bar, das „John Lemon“, im Visier der Witwe von John Lennon. Der Rechtsanwalt von Garous-Pour, Jens Kristian Peichl, bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung.

Crowdfunding-Kampagne für Prozesskosten

Erst im September wurde bekannt, dass die Limonade einer polnischen Firma nicht länger „John Lemon“ heißen darf. Die Firma habe das Vermächtnis John Lennons missbraucht, um ihren Softdrink zu verkaufen, argumentierten die Anwälte von Yoko Ono. Das soll nun auch Auswirkungen auf Garous-Pour haben, der die Bar nicht länger so nennen soll. Um die Prozesskosten tragen zu können, bestehe die Überlegung, eine Crowdfunding-Kampagne zu starten, sagte Anwalt Peichl.

Vor rund einer Woche bestätigte das Hamburger Zivilgericht die einstweilige Verfügung, die Garous-Pour die Verwendung des Namens „Yoko Mono“ untersagt. Rund 6.000 Euro müsste der Barbetreiber zahlen, sollte er nicht in die nächste Instanz gehen. Die Bar wurde 17 Jahre lang betrieben, ohne dass der Name für die Lennon-Witwe ein Problem darstellte. (dpa/KT)