Montag, 27. November 2017, 19:44 Uhr

Boris Becker: Bankrott war ein „Missverständnis“

Boris Becker bezeichnet sein angeblichen Bankrott als „Missverständnis“. Der Ex-Tennisspieler ist aufgrund seines angeblichen Pleite-Skandals seit Monaten in den Medien. So soll er Schulden von über 60 Millionen Euro haben.

Boris Becker: Bankrott war ein „Missverständnis“
Foto: Will Alexander/WENN.com

Doch der 50-Jährige erklärt nun, dass alles nicht so ist, wie es scheint: „Ich bin in einer Position, in der ich die Summe, die ich schulde, begleichen kann. Es ist ein bisschen so, als wenn du in ein Restaurant gehst und ein Hühnchen-Sandwich und eine Cola bestellst und die Rechnung 10.000 Pfund beträgt. Ich würde die Rechnung gerne mit dem Restaurant-Inhaber besprechen und diese Chance wurde mir nicht gegeben. Deshalb nenne ich das hier ein großes Missverständnis.“

Denn der 50-Jährige habe nichts zu verbergen: „Ich laufe nicht weg. Ich leben mitten in London. Ich verstecke mich nicht.“ Bis nächsten Juni muss Boris die Schulden angeblich zurückzahlen, sonst werde er für bankrott erklärt. Der Sportstar hoffe jedoch auf eine Annullierung und würde die Angelegenheit gerne mit der Privatbank, mit der er in den Disput verstrickt ist, klären – das sei ihm sehr „wichtig“.

Becker will die volle Verantwortung übernehmen

Im großen Gespräch mit der renommierten ‚The Times‘ schildert der Familienvater weiter: „Ich könnte es aussitzen und sagen ‚Mein Arzt sagt mir, dass ich Urlaub brauche; meine Frau hat mich nicht oft gesehen.‘ Theoretisch könnte ich das tun, aber das ist die letzte Sache, die ich machen will. Um das klarzustellen, würde ich gerne die Rechnung begleichen und mit meinem Leben fortfahren.“

Der einstige Tennisstar übernehme „die volle Verantwortung“ für das, was passiert ist und gesteht, dass es „letztendlich sein Fehler“ gewesen sei: „Es hätte nicht so weit kommen sollen. Aber ich stelle nur die Hälfte der Geschichte dar. Wenn die Bank keine doppelten Spielchen mit mir gespielt hätte, würde ich jetzt nicht hier sitzen und darüber reden.“ Trotzdem zeigt sich Boris insgesamt zufrieden mit seiner Situation: „Wenn ihr mir im Alter von zehn Jahren gesagt hättet, dass ich mit 17 Wimbledon gewinne und dass ich der beste Tennisspieler der Welt werde, aber dass es einen Preis zu zahlen gibt […]? Heute würde ich alles wieder genau so machen.“ (Bang)

Boris Becker ist am Sonntagabend beim RTL-Jahresrückblick „Menschen, Bilder, Emotionen“ mit Günter Jauch zu Gast.