Mittwoch, 29. November 2017, 21:50 Uhr

Richard Gere: Ohne Plan zum Riesen-Erfolg

Richard Gere war sich nie sicher, wohin er mit seiner Karriere gehen würde. Der Hollywood-Schauspieler spielte in zahlreichen Filmen unterschiedlicher Genres mit, von ‚Ein Mann für gewisse Stunden‘ bis hin zu ‚Pretty Woman‘ sowie der Musical-Adaption von ‚Chicago‘.

Richard Gere: Ohne Plan zum Riesen-Erfolg
Foto: IPA/WENN.com

Im Gespräch mit ‚I Paper‘ erklärt der inzwischen 68-jährige Kinostar und einstige Frauenschwarm: „Vielleicht hatte mein Agent einen Plan, aber ich hatte nie einen. Das ist vermutlich der Grund, warum es in so viele verschiedene Richtungen ging. Was ich mag. Es macht es interessanter für mich, zu entdecken, wie sich mein Leben, meine Karriere, und was auch immer ich tue, abspielt. Es ist immer mit Überraschungen gefüllt. Ich war auf diese Weise sehr glücklich.“

In Geres neuestem Film ‚The Dinner‘ (lief im Sommer an) geht es um zwei Paare, die in einem vornehmen Restaurant zu Abend essen, doch während des Essens verschleiert ihre höfliche Unterhaltung die Tatsache, dass sie alle mit familiären Problemen zu kämpfen haben. Neben Gere spielen auch Laura Linney, Rebecca Hall und Steve Coogan mit. Der Schauspieler findet, dass Coogan mit seiner Rolle einen „sehr dunklen Bereich“ betritt.

Für wen sind wir verantwortlich?

Er sagt über den neuen Streifen: „Er ist sehr mutig und bewegt sich in einem sehr düsteren Bereich – nicht nur emotional, sondern auch psychologisch. Du denkst, dass er derjenige in der Geschichte ist, der die Wahrheit erzählt und dann verschiebt sich der Film und du erkennst, dass er ernsthafte Probleme hat und der Film beginnt, eine andere Sichtweise anzunehmen. Oren ist immer an Menschen interessiert, die sich in höchster Not befinden; er ist an der Gesellschaft interessiert, wie Leute in die Gesellschaft passen und an der Verantwortung der Kultur und der Gesellschaft gegenüber dem Individuum. Darum geht es in ‚The Dinner‘. Für wen sind wir verantwortlich und auf welcher Ebene? Sind wir nur hier, um unsere engsten Familienmitglieder zu schützen, oder sogar nur unsere Kinder? Oder lehren wir ihnen die Verantwortung für unser Handeln? Wir haben diese Diskussion aus vier verschiedenen Blickwinkeln.“