Sonntag, 03. Dezember 2017, 14:45 Uhr

Anke Engelke nach vier Jahrzehnten immer noch Feuer und Flamme

Schauspielerin und Komikerin Anke Engelke hat sich schon als Kind gern verkleidet. Diese Vorliebe kommt ihr bei ihren Rollen zugute. Privat führe sie ein ganz normales Leben, sagte sie.

Anke Engelke nach vier Jahrzehnten immer noch Feuer und Flamme
Foto: AEDT/WENN.com

Die 51-Jährige ist auch nach fast vier Jahrzehnten Feuer und Flamme für ihren Job auf der Bühne und vor der Kamera. „Ich habe natürlich großes Glück, dass ich so einen schönen Beruf habe und mir auch aussuchen kann, was ich machen möchte. Ich bin da auch wahnsinnig demütig bei dem ganzen Gedöns“, sagt Engelke der Deutschen Presse-Agentur in Köln.

„Ich möchte alles machen, was mir so viel Spaß macht und mich so sehr interessiert, dass es auch anderen was bringt. Das nur für mich zu machen, finde ich relativ blöd. Ich mag teilen, ich bin ein totaler Teiler.“

Macht in „Deutschland 86“ mit

Aktuell dreht sie mit Jonas Nay, Maria Schrader und Sylvester Groth „Deutschland 86“ für Amazon Prime Video – eine Spionageserie, angelegt in DDR-Zeiten. „Ein ernstes Thema. Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten und der tatsächlichen Stasi-Historie basiert.“ Sie spiele eine „für die kommerzielle Ausrichtung der DDR zuständige Lady“, schildert Engelke. „Mit der Rolle bin ich auch nicht weit weg von meinem Interesse an Vermittlung, denn das ist Geschichtsvermittlung.“

Anke Engelke nach vier Jahrzehnten immer noch Feuer und Flamme
Engelke ist froh, sich aussuchen zu können, was sie machen möchte. Foto: Henning Kaiser

Neben Filmen werde sie auch weiter Comedy machen, als Moderatorin und Synchronsprecherin arbeiten. Schon als 13-Jährige hatte sie Kindersendungen moderiert. Engelke, dreifache Mutter, sieht sich als „jemand, der sich gern verkleidet und im Spielen gerne jemand anders ist“. Privat führe sie „kein lautes Roter-Teppich-Leben, sondern ein sehr unspektakuläres, unglamouröses Leben“.

„Sowas wie Angst“

Am 14. Dezember ist Anke Engelchen im WDR um 22.40 Uhr mit der Reportage „Sowas wie Angst – Eine Suche mit Anke Engelke“ zu sehen. Darin beschäftigt sich die Schauspielerin mit einem Gefühl, das unsere Gesellschaft fest im Griff zu haben scheint: Angst.

Anke Engelke nach vier Jahrzehnten immer noch Feuer und Flamme
Engelke bei der Angstvermessung an der Ruhr-Universität Bochum. Für den Test werden ihr Elektroden angelegt. Foto: WDR

Am Ende ihrer Reise zieht Engelke folgendes Fazit: „Ängste muss man ernst nehmen, wir müssen darüber reden. Doch wenn eine subjektive oder unbegründete Angst uns im Griff hat, kann das gefährlich sein. Ängste sind oft gefährlicher für unser Leben als das, was wir meinen, fürchten zu müssen. Wer hätte das gedacht: Nicht hinter jeder Ecke lauert das Böse!“

(dpa/KT)