Dienstag, 05. Dezember 2017, 17:15 Uhr

"Keine zweite Chance": Josefine Preuß erstmals als Gangsterin

Petra Schmidt-Schaller ist die Hauptdarstellerin in dem zweiteiligen TV-Thriller „Keine zweite Chance“. Erstmals wird Co-Star Josefine Preuß in der fiesen Rolle einer Gangsterin zu sehen sein.

"Keine zweite Chance": Josefine Preuß erstmals als Gangsterin
Ärztin Nora (Petra Schmidt-Schaller) ist in einem Albtraum gefangen: Keiner glaubt ihr, keiner hilft ihr … Foto: SAT.1 / Christiane Pausch

Harlan Cobens Bestseller „Keine zweite Chance“ diente als Vorlage für den gleichnamigen, zweiteiligen SAT.1-Thriller (heute ab 20.15 Uhr), der unter der Regie von Alexander Dierbach nach dem Drehbuch von Hannah Hollinger entstand. Hauptdarstellerin Petra Schmidt-Schaller verkörpert Nora mit überzeugender emotionaler Intensität.

Vor der Kulisse Berlins entspinnt sich ein ziemlich spannender und psychologisch ausgefeilter Plot.

Petra Schmidt-Schaller erlebt als Dr. Nora Schwarz den absoluten Albtraum: Ärztin Nora hat ihr Glück mit Ehemann Mickey und der gemeinsamen Tochter Jella gefunden. Doch dann zerstören Schüsse ihre heile Welt. Mickey ist tot, Nora schwerst verletzt – und Baby Jella verschwunden. Als Nora aus dem Koma erwacht, hat sie nur ein Ziel: Sie will Jella finden. Eine erste Spur ergibt sich, als eine Lösegeldforderung bei Noras Schwiegereltern eingeht …

Schmidt-Schaller hat auch privat „genau diese Angst“

Über ihre Rolle sagte Schmidt-Schaller: „Ich glaube, ein solches Schicksal ist so heftig, dass es in zwei Richtungen kippen kann: Man kann gebeutelt sein von Ohnmacht und gar nicht wissen, was man tun soll oder man geht nach vorne. Ich wüsste nicht, wie ich handeln würde. Es hat mich sehr beeindruckt, dass Nora immer wieder nach vorne geht und ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Sie stellt sich nicht hinter die Ermittlungen der Polizei, sondern versucht auf eigene Faust, ihr Kind zu finden.“

"Keine zweite Chance": Josefine Preuß erstmals als Gangsterin
Die Lösegeldübergabe scheitert, als die Polizei Nora und die Entführer (Joan Pascu, r.) aus den Augen verliert. Foto: SAT.1 / Christiane Pausch

Mit der Geburt ihrer Tochter im Jahre 2011 sei nun auch genau diese Angst aus dem Film hinzugekommen, die sie vorher nicht kannte, erklärte die Schauspielerin. „Die Angst davor, dass meinem Kind etwas passieren könnte oder es verschwindet. Dieses Ausmaß hätte ich mir vorher nie vorstellen können. Diese Erfahrung ist natürlich mit in den Film eingeflossen. Es gibt aber auch andere Situationen, in denen mir das Muttersein gar nicht geholfen hat. Beispielsweise weiß ich nicht, wie sich jemand verhält, wenn er aus dem Koma erwacht.“

"Keine zweite Chance": Josefine Preuß erstmals als Gangsterin
Wenn es hart auf hart kommt, dann kennen Lydia (Josefine Preuß, r.) und ihr Freund Karl (Jonathan Berlin, l.) kein Mitleid … Foto: SAT.1 / Christiane Pausch

Josefine Preuß erstmals als Kriminelle

TV- und Kinostar Josefine Preuß ist erstmals in einer ganz ungewohnten Rolle zu sehen – als Kriminelle. Sie spielt in „Keine zweite Chance“ einen ehemaliger Kinderstar, der einmal im Leben die falsche Abbiegung genommen hat und in den Fall des entführten Kindes von Nora Schwarz verwickelt ist. „Ich durfte noch nie eine Kriminelle spielen, ich habe noch nie mit Schusswaffen hantieren dürfen. Es ist eine sehr energische Rolle. Lydia weiß genau, wie sie sich die Dinge drehen muss, damit sie zum Schluss nicht als Täter dasteht. Sie kann die vielen Menschen in ihrem Umfeld geschickt um den Finger wickeln, ist aber definitiv kein Opfer.“