Dienstag, 05. Dezember 2017, 9:38 Uhr

Kinohit "Coco" ist Favorit für 13 Preise

Der Kinofilm „Coco“ ist derzeit weltweit ein echter Überraschungs-Hit. Bei den Annie Awards liegt das Animations-Abenteuer mit 13 Nominierungen an der Spitze.

Kinohit "Coco" ist Favorit für 13 Preise
Miguel (M) im Reich der Toten. Foto: Disney/Pixar

„Coco-Lebendiger als das Leben“ geht als Favorit in das Rennen um die diesjährigen Annie-Awards-Animationspreise. Der Disney-Film aus dem Hause Pixar über den Totenkult in Mexiko führt mit 13 Nominierungen, gefolgt von „The Breadwinner“ über ein Mädchen in Afghanistan mit zehn Gewinnchancen. Das gab der Verband International Animated Film Society in Los Angeles bekannt. Die Trophäen werden am 3. Februar zum 45. Mal vergeben.

Ein Animationsfilm im Reich der Toten

Im Mittelpunkt des 19. Kinofilms der Pixar Animation Studios steht Miguel Rivera, der sich selbst Gitarre spielen beigebracht hat und als Sänger seinem Idol Ernesto de la Cruz nacheifert – dem größten Star, den Mexiko je hervorgebracht hat. Doch bei Miguel zu Hause ist Musik strengstens verboten, und das schon seit Generationen.

Vor vielen Jahren steckten seine Ururgroßmutter und sein Ururgroßvater in einer ausweglosen Situation: Sie wollte die Familie gemeinsam in Santa Cecilia großziehen, er konnte allerdings seinen Traum ein Musiker zu sein nicht aufgeben und verließ seine Familie. Die konsequente Verbannung der Musik wurde zum Leidwesen Miguels, von Ururgroßmutter Imelda über Generation weitergetragen und strikt eingehalten.

Und dann geschieht etwas Magisches: Mexiko feiert den traditionellen „Día de los Muertos“, den Tag der Toten. Plötzlich steht der impulsive Teenager den Geistern der Verblichenen gegenüber, die aus dem Land der Toten zu Besuch gekommen sind. Und sie können Miguel auch sehen!

Kinohit "Coco" ist Favorit für 13 Preise
Foto: Disney/Pixar

Nominierungen für „Cars 3“ und „Captain Underpants“

Um den Top-Preis als bester Zeichentrickfilm konkurrieren mit „Coco“ die Filme „Cars 3“, „Captain Underpants“, „Ich – Einfach unverbesserlich 3“ und „The Boss Baby“. Im vorigen Februar holte der Disney-Film „Zoomania“ diese Auszeichnung und kurz danach auch den Oscar als bester Animationsfilm.

Auch der deutsche Regisseur Benedikt Hummel, der an der Filmakademie Baden-Württemberg Animation studierte, könnte einen Annie Award gewinnen. Sein knapp sechsminütiger Diplomfilm „Good Night, Everybuds!“ ist in der Sparte „Bester Studentenfilm“ nominiert.

Die Annie Awards für Film-, Fernseh- und Videospiel-Produktionen werden in 36 Kategorien verliehen.