Samstag, 09. Dezember 2017, 9:48 Uhr

Judi Dench: Bäume für ihre toten Angehörigen

Judi Dench pflanzt einen Baum für jeden Angehörigen, der gestorben ist. Die 82-Jährige pflegt ein sonderliches Ritual zu verfolgen und verrät, dass sie ihren riesigen Garten in einen „geheimen Wald“ verwandelt hat: „Ich betrachte meine Bäume als meine erweiterte Familie. Mein Leben besteht jetzt nur noch aus Bäumen. Bäumen und Champagner.“

Judi Dench: Bäume für ihre toten Angehörigen
Foto: WENN.com

Die ‚Mord im Orient-Express‘-Darstellerin, die kaum noch sehen kann, fügt hinzu: „Ich habe angefangen, gemeinsam mit meinem Ehemann, dem Schauspieler Michael Williams, Bäume hier zu pflanzen. Jedes Mal wenn ein Verwandter oder ein Freund starb, haben wir einen Baum gepflanzt. Es gibt einen für Stephen Hanley, der in ‚Eine kleine Nachtmusik‘ im National Theatre performt hat. Er ist ihm sehr ähnlich, er war sehr groß und blass. Wir haben Ian Richardson und Natasha Richardson.“

Es geht um Erinnerung

In der neuen BBC-Dokumentation ‚Judi Dench, My Passion For Trees‘ erklärt die britische Schauspielikone: „Es geht darum, sich zu erinnern und für mich ist es etwas, das lebt und weitermacht. Die Erinnerung lebt weiter und wird immer wundervoller.“ Die Naturliebhaberin hat ein Jahr lang mit dem Gartenexperten Tony Kirkham von den Royal Botanical Gardens Kew zusammengearbeitet und in der Zeit viel über Bäume und Pflanzen gelernt: „Unter unseren Füßen befindet sich ein riesiges Netzwerk. Nicht nur können sie Nachrichten senden, sondern auch Essen und Wasser mit anderen Bäumen teilen […] Ein Wald ist ein sehr sozialer Ort. Jeder teilt und gibt anderen Dinge weiter.“