Samstag, 09. Dezember 2017, 16:50 Uhr

Marc Hosemann auf dem Arbeitsamt: Und so ging's da ab

Marc Hosemann hat als Schauspieler ja wirklich schon einiges erlebt. In seinen Rollen musste er oft sterben. Dabei wurde er meistens erschossen. An die Art und Weise kann er sich noch gut erinnern.

Marc Hosemann auf dem Arbeitsamt: und so ging's da ab
Foto: AEDT/WENN.com

Hosemann stirbt nach eigenem Empfinden ziemlich oft in Film und Fernsehen. „Es ist die Ausnahme, wenn ich mal nicht erschossen werde“, sagte der 47-Jährige Schauspieler aus „Babylon Berlin“. Wenn er alle Rollen, in denen er sterbe, absagen würde, „würde ich ja gar nicht mehr spielen“.

Laut Interview wurde er zuletzt etwa in der Gangster-Serie „4 Blocks“, die zurzeit bei ZDFneo läuft, erschossen; in der Serie „Babylon Berlin“ nimmt er sich das Leben. „Ich schaffe es nie über die zweite Folge hinaus.“ Hosemann erläuterte: „Wo mir schon überall hingeschossen wurde: durchs Auge, von unten ins Kinn. Ich bin auch schon an der Spanischen Grippe gestorben. Aber meistens werde ich erschossen. Eigentlich wurde ich in fast jedem Film bisher erschossen.“

„Sie kommen hier an wie’n Friseur!“

Auch von einer anderen Not spricht Hosemann. Der langjährige Star der Berliner Volksbühne war nach eigenen Angaben kürzlich das erste Mal auf dem Arbeitsamt und fand es ziemlich schlimm: „Das war so: „Also, Herr Hosemann, wat is los? Dit ist viel zu spät, dit kann ick Ihnen nich anerkennen.“ Blätter, blätter. „Da steht ja jar nischt drin. Arbeitszeiten und so. Dit darf doch nicht wahr sein, Sie kommen hier an wie’n Friseur. Also wirklich. Computer könn’se ooch nicht, wat könn’se denn? Könn’se englisch? Ick fass es nicht. Sie sind ja hoffnungslos verloren auf dem Arbeitsmarkt.“

Witzig sei das keinesfalls gewesen, betonte der Schauspieler: „Anfangs fand ich das noch ganz lustig, doch dann habe ich begriffen, was das bedeutet, für jemanden, der vielleicht zwei Kinder zu ernähren hat und diesen kafkaesken Vorgang immer wieder von vorn durchlaufen muss.“