Montag, 11. Dezember 2017, 20:34 Uhr

Alles über GoT-Star Iwan Rheon im Sci-Fi-Thriller "S.U.M. 1"

Seit Donnerstag läuft der futuristische Endzeitthriller S.U.M. 1 ins Kino. Iwan Rheon, bekannt aus dem Serienhit „Games of Thrones“, begibt sich auf eine einsame Mission an der bedrohlich gewordenen Erdoberfläche, um weitere Überlebende zu schützen. Doch die dauerhafte Isolation lässt ihn zunehmend an seinem Verstand und seiner Mission zweifeln…

Alles über GoT-Star Iwan Rheon im Sci-Fi-Thriller "S.U.M. 1"
Foto: AEDT/WENN.com

Eine bösartige Alienrasse hat den Großteil der Menschheit ausgelöscht. Die letzten Überlebenden konnten sich in ein Tunnel- und Bunkersystem retten. Das düstere Science-Fiction-Epos ist das Regiedebüt von Christian Pasquariello.

Science-Fiction aus Deutschland, dazu mit einem Iwan Rheon in der Hauptrolle. Viele kennen den Briten als „meistgehassten Mann im Fernsehen“ aus der Kultserie „Game of Thrones“, in der er den diabolisch-sadistischen Ramsay Bolton gab. In „S.U.M. 1“ steht er als junger Militärrekrut auf der Seite der Guten. Eine besonders aggressive Spezies von Außerirdischen hat die Kontrolle über unseren Heimatplaneten übernommen. Die Außerirdischen zwingen die Menschheit dazu, sich in unterirdischen Bunkersystemen zu verschanzen.

Der von Rheon verkörperte Militärrekrut aber begibt sich auf eine 100-tägige Mission: er soll die letzten Überlebenden unserer Spezies beschützen. Seine internationale Premiere feierte das Zukunftsstück in Shanghai. Bei dem Film handelt es sich um das Regiedebüt von Christian Pasquariello.

Die Karriere von Iwan Rheon

Der Brite mit den markanten Gesichtszügen und den strahlend blauen Augen wurde 1985 in Carmarthen, Wales, als jüngerer von zwei Brüdern geboren. Als er fünf war, zog seine Familie nach Cardiff. Während der Schulzeit begann er mit der Schauspielerei und wurde während des walisischen Kulturfestes Eisteddfod entdeckt. So kam Rheon, übrigens einer von wenigen Schauspielern, die perfekt Walisisch sprechen, im Alter von 17 Jahren zu seiner ersten TV-Rolle in der Soap Pobol Y Cwm, die er 2004 aber verließ, um an der London Academy of Music and Dramatic Art zu studieren. Eigentlich ein recht zielstrebiger Weg für einen rebellischen Jungen, der lieber Skateboard fuhr und in einer Punkband, als im Rugby Team, spielte.

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Foto: Universum

2008 erhielt er sein erstes namhaftes Engagement im Stück Eight Miles High am Royal Court Theatre in Liverpool. Im gleichen Jahr spielte er im Rock-Musical Spring Awakening, für das er 2010 den Preis als „bester Nebendarsteller in einem Musical“ bei den Olivier Awards erhielt. Von 2009 bis 2011 gehörte er zum Hauptcast der mit dem BAFTA Television Award als „Beste Drama Serie“ ausgezeichneten Fernsehserie Misfits.

In der Zeit zwischen Misfits und seiner aufsehenerregenden Rolle in der Erfolgsserie „Game of Thrones“, spielte Iwan Rheon in einigen Spielfilmen mit. Darunter das Heist-Movie ‚The Rise‘ (2012) u.a. mit Timothy Spall sowie 2013 im Historienfilm The Liberator an der Seite von Édgar Ramírez.

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Foto: Universum

Mit Serien kam der Ruhm

Internationale Bekanntheit erlangte er aber erst, als er wieder ins Serienfach wechselte. Von 2013 bis 2016 lehrte er als sadistischer Antagonist Lord Ramsay Bolton im weltweiten Serienhit Game of Thrones einem Millionenpublikum das Fürchten. Und das so überzeugend, dass eine Umfrage des amerikanischen Kulturmagazins „The Atlantic“ ihn als „meistgehassten Mann im Fernsehen“ ermittelte. Rheon erklärte seinen Charakter in „Entertainment Weekly“ so: „Seine Problemlösungen sind ziemlich einfach. Er denkt ähnlich wie viele totalitäre Diktatoren, die ihre Probleme lösen, indem sie jeden loswerden, der ihnen im Weg steht.“

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Foto: Universum

Dabei spielte Rheon eigentlich für die Rolle des Jon Snow vor, die jedoch sein enger Freund Kit Harington bekam. Aber die Serienmacher erinnerten sich an Rheon, als es ein paar Jahre später darum ging, die Figur des Ramsay Bolton zu besetzen, die nach Rheons Aussage ihren grausamen Serientod in der sechsten Staffel auch mehr als verdient hat. Auch wenn Rheon parallel in der britischen Sitcom Vicious spielte, scheint er dank Game of Thrones bei den Produzenten in der Typ-Kategorie „Ungeheuer“ gelandet zu sein. Denn, so sagte er der „New York Times“, verkörpere er noch ein weiteres Monster: In der Reihe Urban Myths des britischen TV-Senders „Sky Arts“ wird er in Adolf the Artist den jungen Adolf Hitler spielen.

Privat hat der Brite dagegen eine sehr sensible und musische Seite. Seit Jugendtagen schreibt er Songs und Texte und war Sänger der Band The Convictions.