Dienstag, 19. Dezember 2017, 13:24 Uhr

Eminem musste das Rappen wieder lernen

Eminems Kopf war nach seiner Drogenabhängigkeit so vernebelt, dass seine Kollegen über Hirnschäden spekulierten. In einem ehrlichen Interview mit dem ‚Vulture‘-Magazin bewertet der 45-jährige Rapper seine bisherigen Alben und gibt sich dabei kritisch.

Eminem musste das Rappen wieder lernen
Foto: Brian Kelly

Vor allem ‚Relapse‘, das 2009 nach einem erfolgreichen Kampf gegen die Abhängigkeit von Beruhigungsmitteln erschienen ist, sei nicht seine beste Arbeit gewesen. „‚Relapse‘ war das Beste, was ich zu diesem Zeitpunkt abliefern konnte. Es war ein witziges Album für mich, weil ich gerade wieder angefangen hatte zu rappen, nachdem ich aus der Abhängigkeit gekommen war. Ich war so verwirrt, dass die Menschen um mich herum dachten, ich hätte Hirnschäden erlitten. Ich war monatelang in diesem schrägen Nebel. Ich habe gar keinen Sinn gemacht; es war so lange her, dass ich ohne Valium- oder Hydrocodon-Einfluss gerappt habe. Ich musste erst wieder lernen zu rappen“, gesteht der erfolgreiche Musiker.

„Ich habe diese Wut nicht mehr in mir“

Aktuell meldet sich Eminem mit seinem neuen Album ‚Revival‘ zurück. Der Rapper ist sich dabei sicher, dass er noch nie so gut im Reimen war wie gerade. Dennoch hält der ‚Lose Yourself‘-Hitmacher das Album nicht für sein bestes Werk, wie er verrät: „Ich werde immer der ‚The Marshall Mathers LP‘ nachjagen. Da war ich auf dem Gipfel meiner Fähigkeiten. Ich habe einfach diese Wut von damals nicht mehr in mir. Wenn ich sie hätte, dann würde die Musik dieselbe sein und ich hoffe, das hat sich geändert. Wenn ich diese Wut immer noch besitzen würde, dann wäre ich weder als Mensch noch als Künstler gewachsen. Technisch bin ich besser im Reimen, als ich es je war.“