Dienstag, 19. Dezember 2017, 12:21 Uhr

Meryl Streep wehrt sich gegen Rose McGowans Anschuldigung

Meryl Streep schlägt gegen Rose McGowan zurück. Die ‚Charmed‘-Darstellerin hatte die Hollywood-Ikone und andere Schauspielerinnen dafür kritisiert, schwarze Roben bei den Golden Globes tragen zu wollen, um ihre Solidarität mit den Opfern sexueller Belästigung zu demonstrieren.

Meryl Streep wehrt sich gegen Rose McGowans Anschuldigung
Foto: WENN.com

McGowan erklärte jedoch, dass gerade jene Stars „gerne für das Schweinemonster Weinstein gearbeitet“ hätten. Auf Twitter klagte sie an: „EUER SCHWEIGEN ist DAS Problem. Ihr akzeptiert einen falschen Award ohne Nachdenken & bewegt keinen wirklichen Wandel. Ich verabscheue eure Scheinheiligkeit.“ Dann schlug die 44-Jährige vor, dass ihre Kolleginnen doch lieber Marchesa, das Modelabel von Weinsteins Ex-Frau Georgina Chapman, tragen sollten.

„Ich wusste nicht“

Streep hat auf die Vorwürfe nun mit einem Statement in der ‚Huffington Post‘ reagiert, in dem sie offenbart, dass die Anschuldigungen sie „verletzt“ hätten. Sie habe nie etwas von den Verbrechen Weinsteins geahnt: „Nicht in den 90ern, als er sie attackiert hat oder in den folgenden Jahrzehnten, als er andere angegriffen hat. Ich war nicht absichtlich still. Ich wusste es nicht. Ich stimme nicht stillschweigend mit Vergewaltigung überein. Ich wusste es nicht. Mir gefällt es nicht, wenn junge Frauen angegriffen werden. Ich wusste nicht, dass dies passiert.“

Der 68-Jährigen sei es sehr wichtig, ihren „tiefen Respekt“ für ihre Kollegin und den „Mut“ anderer Opfer zu zeigen. Nun müssten die Frauen Hollywoods jedoch zusammenhalten: „Mir tut es sehr leid, dass sie mich als Gegner betrachtet, denn wir trotzen beide, zusammen mit all den anderen Frauen in unserem Business, dem selben unerbittlichen Feind: einem Status Quo, der so sehr zu den schlechten alten Tagen zurückkehren will, die alten Wege, bei denen Frauen ausgenutzt und benutzt wurden und ihnen verweigert wurde, in die Topränge der Industrie, in der Entscheidungen getroffen werden, einzutreten.“