Dienstag, 26. Dezember 2017, 19:49 Uhr

Margot Robbie über ihren neuen Job als Eishexe

Hollywoodstar Margot Robbie (27) spielt in dem neuen Biopic ‚I Tonya‘, die als „Eishexe“ in die Geschichte eingegangene ehemalige Eiskunstläuferin Tonia Harding. Jetzt verriet sie, dass der Film mit jeder Menge rabenschwarzem Humor aufwartet.

Margot Robbie über ihren neuen Job als Eishexe
Foto: DCM

Robbie produzierte auch den Film, in dem sie neben den Co-Stars Allison Janney (Girl on the Train) und Sebastian Stan (Logan Lucky) die Titelrolle spielt. Und offenbar liebte sie den schwarzen Humor von des Drehbuchautor Steven Rogers (.P.S. I Love you). Janney spielt in dem Film Tonyas eiskalte Mutter LaVona.

Der Film erzählt die kontroverse Geschichte der Olympia-Eiskunstläuferin Tonya Harding, die zusammen mit einigen anderen vor den Olympischen Winterspielen 1994 einen Anschlag auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan plante.

Drehbuch landete auf der berühmten „Black List“

Nach seiner Fertigstellung machte das Drehbuch in Hollywood die Runde, bis es im Jahre 2016 schließlich auf der berühmten “Black List” sowie auf dem 1. Platz von The Tracking Boards “Hit List” landete, zwei Listen der besten bisher nicht adaptierten Drehbücher des Jahres.

So wurde schließlich Margot Robbies Produktionsfirma LuckyChap auf das Buch aufmerksam, die darin eine Paraderolle für den gefragten Star sah und ein Projekt, das perfekt zu ihrem Ziel passte,

Margot Robbie über ihren neuen Job als Eishexe
Foto: DCM

„Es ist definitiv schwarzer Humor“, erzählte Robbie laut ‚Contactmusic‘ über den Film, der am 1. März in Deutschland anläuft. „Allison Janney macht das gut. Sie macht das wie als würdest du in der Kirche zu lachen, obwohl du weißt, dass du es nicht sollst. Und dann denkst du, was für eine bin ich, um das lustig zu finden?‘ Es hat genau diese Momente in sich.“

Robbie glaubt, dass schon die Geschichte allein dazu beigetragen hat, den komischen Ton des Films zu erzeugen. „Du hast das mockimentäre Gefühl – eine sehr dunkle Komödie, reale Ereignisse, echte Menschen. Du hast ein Ereignis, an das sich die Leute erinnern, aber du hast sehr starke Gefühle. Diese Charaktere sind fantastisch, so voller Fehler und daneben, und doch verbündest du dich auf eine komische Art mit ihnen. Du kannst manchmal ein bisschen von dir in ihnen sehen. Es war eine echte Chance, die Leute zu überraschen.“

Margot Robbie über ihren neuen Job als Eishexe
Foto: DCM

Der Dreh auf dem Eis war kein Kinderspiel

Robbie hatte als Jugendliche Eishockey gespielt, hatte aber keinerlei Erfahrung mit Eiskunstlauf. Nichts konnte sie auf die Schwierigkeiten vorbereiten, die sie auf dem Eis erwarten sollten – geschweige denn auf die Herausforderung, sich dort mit einer Eleganz auf dem Niveau von Tonya Harding und Nancy Kerrigan zu bewegen. “Man trägt zentimeterdicke Schutzschichten beim Eishockey. Daher dachte ich, dass Eiskunstlauf für mich ein Kinderspiel wäre. Ich kann mich auf dem Eis sehr schnell bewegen und dachte, dass ich das alles sehr schnell lernen könnte. Doch allein die Schlittschuhe unterscheiden sich schon voneinander. Ich fiel ständig hin, und ohne Schutzpolster ist jeder Sturz auf dem Eis äußerst schmerzhaft.”

Die Produzenten suchten im ganzen Land nach weiblichen Stuntdoubles für Robbie, um die anspruchsvolleren Teile inklusive des Dreifach-Axels zu übernehmen. Jedoch beherrschen derzeit lediglich zwei US-amerikanische Eiskunstläuferinnen den Dreifach-Axel und beide waren zu klein. Ein männlicher Eiskunstläufer mit Perücke war vorübergehend ebenfalls im Gespräch. Letzten Endes entschied man sich jedoch für Eiskunstläuferinnen, die den Dreifach-Axel beinahe beherrschten. Der Rest wurde in der Postproduktion mit Hilfe von visuellen Effekten gelöst.

Perfekte Computertricks

Robbie setzte zu dieser komplizierten Bewegung an, die Stuntdoubles setzten sie fort und digitale Effekte vervollständigten ein Kunststück, das Harding auf dem Höhepunkt ihrer Karriere mit erstaunlicher Eleganz in den Eishallen auf der ganzen Welt dargeboten hatte.

Margot Robbie über ihren neuen Job als Eishexe
Foto: DCM

„Erst als wir uns auf die Suche nach unseren Stuntdoubles begaben wurde mir klar, zu welchen herausragenden Leistungen Tonya imstande gewesen war”, erzählt Robbie. „Der Sport hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten weiterentwickelt, aber der Dreifach-Axel ist nach wie vor dieses verrückte Kunststück, das nur sehr wenige Menschen vollführen können.“