Mittwoch, 27. Dezember 2017, 10:24 Uhr

Big Brother extrem startet: 100 Leute zusammengepfercht wie Vieh?

Wer „Big Brother“ liebt, wird auch diese brutalere Variante mögen: Das große Spiel um wenig Platz startet am 4. Januar 2018 bei ProSieben. 100 Leute „leben“ bei „Get the F*ck out of my House“ gemeinsam in einem Haus auf 116 Quadratmetern. Der Kandidat, der das Haus als Letzter verlässt, gewinnt 100.000 Euro.

Big Brother extrem startet: 100 Leute zusammengepfercht wie Vieh?
Foto: ProSieben/Willi Weber

Die Herausforderung für die gewinngeilen Kandidaten ist extremer als bei „Big Brother“ und eindeutig: Im Schnitt stehen jedem der 19- bis 82-jährigen Kandidaten genau 1,16 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Die 100 Leute müssen also auf insgesamt 116 Quadratmetern mit vier Betten, einer Küche, einem Badezimmer und keinem Rückzugsort auskommen.

Thore Schölermann und Schauspielerin Jana Kilka präsentieren ab 4. Januar die neue Show ,Get the F*ck out of my House‘. „In unserem Haus trifft junger Influencer auf 82-jährigen Rentner – ein ziemlich bunter Mix“, erzählt Kilka. „Bei 100 vollkommen unterschiedlichen Menschen aus allen Altersklassen und Gesellschaftsschichten ist Konflikt die neue Definition von Grundstimmung.“ Thore Schölermann ergänzt: „Im Haus wurde so mancher Underdog zum Helden – und vermeintliche Gutmenschen zu Haus-Diktatoren.“

Big Brother extrem startet: 100 Leute zusammengepfercht wie Vieh?
Foto: ProSieben/Willi Weber

Schokoladenkrümel statt ganze Tafeln

Das größte Problem im Haus sei das fehlende Essen gewesen, erzählte Jana. „Ich sehe die ‚Get the F*ck out of my House‘-Diät eher als Trend: 21 Kilo hat ein Kandidat in vier Wochen verloren. Ich war echt überrascht, mit wie wenig man auskommt und vor allem was echtes Teilen bedeutet. An einem Tag haben die Kandidaten ein einzelnes Stück Schokolade zerteilt und jeder hat sich wahnsinnig über seinen Schokokrümel gefreut.“ Strahlemann Thore fügte hinzu: „Auch die Handy-Diät sehe ich als Vorteil. Vier Wochen Ruhe ohne Mails und ohne Facebook – das ist purer Luxus.“

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Foto: ProSieben/Willi Weber

Bis zum Start von #GTFOOMH verbringt das Moderationspaar aber noch einen traditionellen Jahreswechsel: „Silvester feiern wir mit unseren engsten Freunden in Jogginghose und mit Pizzarette. Traditionell verbrennen wir an Silvester Drehbücher und Moderationskarten aus dem letzten Jahr. Das wird dieses Mal ein ganz schoen großes Feuer.“

Alles über das Haus

Für gewöhnlich findet in dem Haus im 1.017-Einwohner-Ort Satzvey in der Eifel ein Haushalt bestehend aus vier Personen Platz. Entsprechend ist das Haus auch für die 100 Kandidaten eingerichtet: Sie müssen sich das Wohnzimmer, das Esszimmer, ein kleines Bad mit Dusche und Toilette, die Küche, ein Jugen- und ein Mädchenzimmer sowie den Hausflur und die Terrasse (zusätzliche 9 Quadratmeter) teilen. Die Haustür ist nie verschlossen – die Kandidaten dürfen das Haus, damit allerdings dann aber auch die Show, jederzeit verlassen.

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Foto: ProSieben/Willi Weber

Um das ganze Haus verläuft die rote Linie. Wird diese übertreten, ist das Spiel und damit die Chance auf den Gewinn von 100.000 Euro für denjenigen beendet. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Überschreitung der Hausgrenze gegen den Willen eines Kandidaten durch andere erfolgt. Auch der angrenzende Garten ans Haus darf nicht von den Kandidaten genutzt werden.

Der Hausboss hast das Sagen

In regelmäßigen Abständen wird von allen Kandidaten im Haus ein Hausboss gewählt. Er muss verschiedene Entscheidungen für die Gruppe treffen und kann auch eigene Regeln in die Hausgemeinschaft einbringen. Außerdem genießt der Hausboss das Privileg eines eigenen Bereichs im Haus: er bewohnt die Hausboss-Zentrale. Sie umfasst zusätzliche 33 Quadratmeter und besteht aus einem eigenen Schlafzimmer und einem geräumigen Badezimmer mit Badewanne und Toilette. Nur der Hausboss bestimmt über diesen Bereich des Hauses.

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Grafik: ProSieben

Wieviele Folgen gezeigt werden ist noch unklar. Ende Februar dürfte allerdings Heidi Klum mit ‚Germany’s next Topmodel‘ auf dem Sendeplatz des „meist beachteten internationalen TV-Formats der Fernsehmesse MIPCOM 2016“ landen. Die Idee stammt eigentlich aus den Niederlanden. Unten gibt es ein Video aus der Originalversion. Die deutsche Adaption sollte eigentlich schon in diesem Herbst gesendet werden, wurde aber auf Anfang Januar verschoben.