Donnerstag, 28. Dezember 2017, 19:50 Uhr

Barry Keoghan mit Nicole Kidman in ultraspannendem Rache-Thriller

Nach seinem Erfolgsfilm „The Lobster“ stellt Yorgos Lanthimos mit „The Killing Of a Sacred Deer“ erneut seine herausragenden Künste als Regisseur und Drehbuchautor unter Beweis. In bester „The Shining“-Manier erzählt er in seinem Psychothriller eine Rachesaga, die den griechischen Mythos der Iphigenie aufnimmt und wurde dafür dieses Jahr in Cannes mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet. Am Ende des Artikels verlosen wir Tickets!

Barry Keoghan mit Nicole Kidman in ultraspannendem Rache-Thriller
Foto: Alamode

Der düstere, verstörende Psychothriller wurde 2017 im Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes uraufgeführt und erntete hymnische Kritiken. Der Hollywood Reporter etwa hob die beunruhigende Atmosphäre sowie den absurden Humor hervor und befand Yorgos Lanthimos‘ fünftes Kinowerk für „meisterhaft“ und „unbedingt sehenswert“. Der Filmemacher und sein bewährter Co-Autor Efthimis Filippou konnten zudem die Auszeichnung für das beste Drehbuch entgegennehmen.

Tragödie trifft auf Horror

Colin Farrell spielt den Familienvater Steven Murphy, der zu einer grausamen, unmöglichen Entscheidung über Leben und Tod gezwungen werden soll: Entweder opfert er seine Frau oder eines seiner Kinder, sonst sterben alle drei.

Offenbar hat der 16-jährige Halbwaise Martin (Shootingstar Barry Keoghan) die Familie Murphy mit einem Fluch belegt. Und seine schreckliche Prophezeiung scheint sich zu erfüllen, als Stevens Kinder plötzlich nicht mehr gehen können. Dieser übersinnliche Aspekt ergab sich beim Schreiben, berichtet der Regisseur.

Dazu sagte er: „Ausgehend von unserer Idee – ein Junge verliert seinen Vater, findet einen Schuldigen und fordert Vergeltung, was immer das in seinen Augen bedeutet – suchten Efthimos Filippou und ich nach einem Weg, daraus eine Geschichte zu entwickeln, eine, die Fragen aufwirft und die Figuren so in die Enge treibt, dass sie gezwungen sind, unmenschliche Entscheidungen zu fällen. Um das zu erreichen, beschäftigten wir uns mit Tragödien und dem Horrorgenre. So sind quasi all diese Versatzstücke in einen Dialog getreten.“

Barry Keoghan mit Nicole Kidman in ultraspannendem Rache-Thriller
Foto: Alamode

„Dunkirk“-Star in Hauptrolle

Das irische Nachwuchstalent Barry Keoghan, der als mysteriöser Rächer Martin überzeugt, flog im Anschluss an die Dreharbeiten zu Christopher Nolans bejubelten Kriegsdrama „Dunkirk“ in Frankreich direkt zum Sacred-Deer-Set in Cincinnati. Als der irische Schauspieler allmählich in der Filmbranche Fuß fasste, stellte er eine Liste zusammen, mit welchen Regisseuren er am liebsten zusammenarbeiten wurde. Der Name Yorgos Lanthimos stand an erster Stelle.

„Ich sehe Martin nicht als Bösewicht, sondern als einen normalen, aber willensstarken Teenager, dem viel durch den Kopf geht“, sagt Barry Keoghan über seine verstörende Figur. „Und genauso habe ich ihn auch gespielt.“ Sein Regisseur ließ ihm dabei viel Freiraum: „Yorgos‘ Anweisungen sind knapp und präzise. Er braucht nie viele Worte, aber man weiß immer genau, was er meint. Er arbeitet so konzentriert, dass er am Set keinerlei Druck ausübt.“

Barry Keoghan mit Nicole Kidman in ultraspannendem Rache-Thriller
Yorgos Lanthimos, Nicole Kidman, Barry Keoghan in Cannes. Foto: John Rainford/WENN.com

Kidman und Farrell ohne Starallüren

Auch die Arbeit mit Colin Farrell und Nicole Kidman war eine Freude, betont der 25-Jährige: „Nicole und Colin geben sich überhaupt nicht wie große Filmstars, sondern sorgen für eine entspannte, lockere Atmosphäre. Ich habe beide als großartige Menschen kennengelernt.“ Nicole Kidman schließt sich an: „Ein Schauspieler kann nur so stark sein wie sein Regisseur, und Yorgos ist ein sehr starker Filmemacher. Was für ein Privileg, dass ich in seinem Film dabei sein durfte!“

Für Kidman kam das schönste Urteil nach der Weltpremiere in Cannes von ihrem Ehemann, Countrystar Keith Urban: „Er sagte, der Film sei wie grandioser Jazz“, berichtet die Schauspielerin. „’The Killing Of a Sacred Deer‘ definitiv für Diskussionen sorgen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung: Als wir nach der Vorführung längst im Bett lagen, konnte mein Mann immer noch nicht aufhören, über den Film zu reden, und löcherte mich weiter mit Fragen.“

Barry Keoghan mit Nicole Kidman in ultraspannendem Rache-Thriller
Keoghan schaut zu Kidman auf. Foto: John Rainford/WENN.com

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