Mittwoch, 03. Januar 2018, 14:20 Uhr

DSDS startet heute: Mousse T. im Interview

Am 3. Januar 2018 startet die Jubiläumsstaffel von „Deutschland sucht den Superstar“. In der neuen Jury sitzt geballte Musikpower: Musical-, Pop- und Schlagersängerin Ella Endlich (33), die Popsängerin Carolin Niemczyk (27) von „Glasperlenspiel“ und der DJ und Musikproduzent Mousse T. (51) nehmen neben Poptitan und Chefjuror Dieter Bohlen (63) am Jurypult Platz.

DSDS startet heute: Mousse T. im Interview
Die Jury: V.l.: Mousse T., Carolin Niemczyk, Ella Endlich und Dieter Bohlen. Foto: MG RTL D / Stefan Gregorowius

RTL sprach mit dem deutsch-türkischen Musiker Mousse T., der 1998 mit „Horny“ für sich und 1999 mit „Sex Bomb“ für Tom Jones zwei echte Welthits schuf. Hier Auszüge.

Wie kam es dazu, dass du jetzt bei „DSDS“ in der Jury sitzen?
Das war für mich überraschend. Ich bin eines Tages aus dem Blauen angefragt wurden, ob ich nicht Lust hätte, bei der „DSDS“-Jury dabei zu sein. Das ist eine große Ehre und Riesenchance, die ich für mich als Herausforderung und Schritt in die Zukunft gesehen habe. Gerade, was das Hauptaufgabengebiet eines Musikproduzenten betrifft: Ich bin tagtäglich auch bei mir im Musikstudio im kleineren Stil auf der Suche nach Talenten. Man castet im Prinzip und entscheidet relativ schnell, ob das gut oder nicht so gut ist. Man kann sich die Arbeit so ein bisschen wie die eines Filmregisseurs vorstellen, bei der man auch schnell Entscheidungen für ein großes Projekt treffen muss. Deshalb habe ich die Anfrage für mich ganz schnell mit „Ja“ beantwortet und gesagt, dass ich das mache.

Dieter ist der Chef

Bist du ein strenger Juror oder wie würdest du deine Rolle in der Jury beschreiben? Wie ist die Rollenverteilung?
Dieter ist Cheffe, das ist schon mal klar. Mit den beiden Ladys, die wir jetzt am Start haben und meiner Wenigkeit ist es so, dass wir natürlich auf Gesang achten wollen. Es ist wichtig, dass wir unsere Kompetenz zeigen – Ella und Caro als Künstlerinnen, ich als Musikproduzent. Vielleicht bin ich ein Gegenpol. Direkt zu Dieter würde ich gar nichts sagen, aber ich glaube ich kann Dieters Meinung ein bisschen untermauern. Er ist da natürlich viel erfahrener, aber vielleicht kann ich ihn da unterstützen oder auf eine charmante und elegante Art eine Meinung rüberbringen, wenn eine Leistung nicht ganz so gut war.

Was soll der künftige Superstar in Deinen Augen haben oder in welcher Sprache soll er singen?
Der künftige Superstar sollte am besten wiedererkennbar und unverwechselbar sein, wenn man ihn sieht und hört. Ob er letztendlich Deutsch oder Englisch singt, wäre mir persönlich egal. Wir befinden uns in Deutschland, da gibt es mittlerweile eine tolle florierende Musikszene, die auf Deutsch singt. Insofern wäre es natürlich toll, wenn man jemanden findet, der Songs à la Mark Foster, à la Xavier, à la Yvonne Catterfeld, oder am besten noch besser, darbietet. Ich weiß aber auch, dass wir viele Kandidaten haben, die auch toll auf Englisch singen. Für mich ist die Hauptsache und erstes Kriterium, dass er oder sie toll singt und unverwechselbar ist.

DSDS startet heute: Mousse T. im Interview
Die Jury: V.l.: Mousse T., Carolin Niemczyk, Ella Endlich und Dieter Bohlen. Foto: MG RTL D / Stefan Gregorowius

Wie sieht es bei dir beruflich aus, wie soll es nächstes Jahr weitergehen, hast du bereits Pläne?
Hauptberuflich bin ich Musikproduzent, also alles was bei Drei nicht auf dem Baum ist, wird produziert. Ich habe aber natürlich auch Ambitionen meine eigene Musik unter meinem Namen zu machen, da steht jetzt die dritte Mousse T.-Platte an. Auch ein Kracher wie „Horny“, der nächstes Jahr 20 wird, bietet die Möglichkeit eine neue Version davon zu machen. Es bleibt spannend – das Einzige, das sicher ist: Es kommt neue Musik!

Zur Person

Mousse T. (51), der international erfolgreiche Produzent und DJ, machte sich zunächst als Remixer einen Namen und arbeitete u. a. mit Michael Jackson, Gloria Estefan, Backstreet Boys, Simply Red, Moloko, Timbaland und Missy Elliot. 1998 hatte er seinen Durchbruch mit der Erfolgssingle „Horny ’98“. Mit dem Hit „Sex Bomb“, den er exklusiv für Tom Jones schrieb, schaffte Mousse T. auch die internationale Anerkennung als Songwriter und Musikproduzent. Als erster Europäer bekam er 1998 eine Grammy-Nominierung in der Kategorie „Best Remixed Recording“.