Mittwoch, 03. Januar 2018, 22:24 Uhr

Gary Oldman: Ein Stuhl sagt mehr als tausend Worte

Gary Oldman hat viel über Winston Churchills „Psyche“ erfahren, nachdem er in seinem Stuhl saß. Der 59-jährige Schauspieler verkörpert den Kriegszeit-Ministerpräsidenten im neuen Film ‚Die dunkelste Stunde‘ von Regisseur Joe Wright.

Gary Oldman: Ein Stuhl sagt mehr als tausend Worte
Foto: Jack English / Focus Features

Als er sich auf die Rolle vorbereitete, war es ihm sogar möglich, auf dessen Stuhl im Kabinettsaal zu sitzen. Oldman gibt zu, dass er bestimmte Dinge über ihn nicht herausgefunden hätte, wenn er dort nicht Platz genommen hätte.

Im Gespräch mit dem ‚Daily Telegraph‘ sagt er: „Dort befanden sich tiefe Risse auf der linken Seite, wo er herumkratzte. Und auf der rechten Seite waren Kratzer an der Stelle, auf der er mit seinem Ring klopfte. Und dieses Verhalten ist nun ein lebendiges Teil dieses Möbelstücks. Das verrät dir so viel über die Psyche eines Individuums. Und ich hätte das niemals herausgefunden, wenn ich mich nicht hingesetzt hätte.“

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‚Die dunkelste Stunde‘ erzählt die Geschichte zu Beginn der Zweiten Weltkrieges, als Churchill zum Ministerpräsidenten ernannt wird und sich einer turbulenten und entscheidenden Verhandlung stellen muss: einen ausgehandelten Friedensvertrag mit Nazi-Deutschland, der die Unabhängigkeit Großbritanniens und des Commonwealth garantieren könnte. Während die Nazi-Truppen durch Westeuropa schreiten und die Gefahr einer Invasion des Vereinigten Königreichs droht, muss Churchill sich den Bestrebungen seiner eigenen politischen Partei und eines anfänglich skeptischen Königs George VI widersetzen, um den Gefahren seines Landes standzuhalten und nicht vor den Nazis einzuknicken.

Gary Oldman: Ein Stuhl sagt mehr als tausend Worte
Foto: Jack English / Focus Features

Neben Oldman sind auch Kristin Scott Thomas, Lily James und Ben Mendelsohn im Film zu sehen. Auch wenn er nun den ikonischen Ministerpräsidenten dargestellt hat, würde Oldman gerne wieder Churchill porträtieren: „Ich lese immer noch über ihn und werde weiterhin über ihn lesen, bis zu meinem letzten Atemzug, glaube ich.“