Donnerstag, 04. Januar 2018, 18:33 Uhr

Das "Tannbach"-Epos geht ab Montag weiter!

In drei neuen Folgen nimmt die zweite Staffel von „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“ die Erzählbögen des gleichnamigen TV-Erfolgs von 2015 wieder auf und setzt die Geschichte vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs fort. Die Filme werden am Montag, 8. Januar, Mittwoch, 10. Januar, und Donnerstag, 11. Januar 2018, jeweils um 20.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

Das "Tannbach"-Epos geht ab Montag weiter!
Friedrich Erler (Jonas Nay) zweifelt allmählich an den Methoden des Sozialismus. Foto: ZDF /Julie Vrabelova

Tannbach ist seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Ost und West geteilt. Im Winter 1960 zieht sich die Grenze mitten durch das Dorf, die Gegner stehen sich bis an die Zähne bewaffnet gegenüber: Kollektivierung auf der einen, Wirtschaftswunder auf der anderen Seite. Atomares Wettrüsten, NATO-Geheimarmeen, Sabotage, Mauerbau und Prager Frühling bestimmen das Schicksal der Familien von Striesow, Erler und Schober in einer bewegten, dramatischen Zeit.

Großartige Besetzung

In den Hauptrollen spielen Henriette Confurius, Jonas Nay, Heiner Lauterbach, Anna Loos, Martina Gedeck, Robert Stadlober, Alexander Held, Johanna Bittenbinder, Mercedes Müller, Jonathan Berlin, Eli Wasserscheid, Florian Brückner, Maximilian Brückner, Clemens Schick, Rainer Bock, Peter Schneider und andere. Regie führte erneut Alexander Dierbach.

Das "Tannbach"-Epos geht ab Montag weiter!
Georg von Striesow (Heiner Lauterbach) beobachtet fassungslos, wie aus dem Grenzzaun in Tannbach eine unüberwindbare Mauer wird. Foto: ZDF / Julie Vrabelova

Hauptdarsteller Jonas Nay sagte über seine Rolle: „Die Geschichte von Friedrich Erler in ‚Tannbach‘ weiterzuerzählen, war mir eine Herzensangelegenheit, und es ist eine wunderbare Aufgabe gewesen, wieder eine Zeitreise, diesmal in die 60er Jahre, zu unternehmen. Das ist eines der von mir geschätzten Privilegien als Schauspieler. Auch das Wiedersehen mit dem Team, vor allem mit meiner Filmpartnerin Henriette Confurius, war sehr schön. Wir konnten spielerisch dort anknüp­fen, wo wir das letzte Mal auseinander gegangen waren, und gleichzeitig die Beziehung von Anna und Friedrich nun auf einer neuen, gereifteren Ebene erzählen.“

Das "Tannbach"-Epos geht ab Montag weiter!
Franz Schober (Alexander Held) kann nur tatenlos zusehen, wie auf der anderen Seite des Zaunes, in Ost-Tannbach, der Mader-Hof niederbrennt. Foto: ZDF/ Frank Zauritz

Friedrich Erler hält Nay für eine interessante, vielschichtige Figur. „Er hat Ideale, die er zielstrebig verfolgt, bewahrt Haltung auch in tragi­schen Momenten und ist mutig genug, nicht mit der Masse zu schwimmen. Das sind viele Charaktereigenschaften, die heute viel zu selten in der Öffentlichkeit vorgelebt werden. ‚Aus der Ge­schichte lernen‘ heißt es doch so schön. Für mich steht fest – wäre die DDR damals nur von Menschen wie Friedrich aufgebaut worden, hätte der real existierende Sozialismus auch eine real existierende Chance gehabt.“

Wie wir alle wissen, sollte die deutsch-deutsche Nachkriegsge­schichte jedoch einen anderen Weg nehmen. Dies wird in ‚Tannbach‘ seinen gesellschaftlichen Spiegel im Kleinen finden, und so muss Friedrich als Visionär und Gutmensch einen großen Preis für seinen Mut bezahlen…