Samstag, 06. Januar 2018, 19:50 Uhr

Hugh Jackman: Moderation wegen Weinstein eine große Herausforderung

Schon bald findet die Oscar-Verleihung statt. Doch das Thema rund um die sexuellen Übergriffe wirft einen großen Schatten darauf. Hollywood-Star Hugh Jackman ist schon gespannt, wie der diesjährige Moderator den richtigen Ton trifft.

Hugh Jackman: Moderation wegen Weinstein eine große Herausforderung
Foto: Brian To/WENN.com

Jackman (49) ist in Zeiten der „#MeToo“-Bewegung besonders gespannt auf die Oscar-Moderation. „Lässt sich über Harvey Weinstein oder Kevin Spacey lachen? Ich bezweifle es“, sagte der australische Schauspieler dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Samstag) in Anspielung auf die Welle von Vorwürfen wegen sexueller Übergriffe.

„Aber ich habe keine Ahnung, was passieren wird. Der eine Moderator würde das Thema wohl vermeiden wollen, andere direkt darauf losstürmen. Hängt am Ende vom Gastgeber ab. Mal schauen, was Jimmy Kimmel daraus macht.“ Der US-Komiker Kimmel wird die Oscar-Verleihung am 4. März präsentieren.

Hugh Jackman: Moderation wegen Weinstein eine große Herausforderung
Jimmy Kimmel bei den Oscars 2017. Foto: Mark Suban / A.M.P.A.S.

„Man hat das schlimmstmögliche Publikum vor sich“

„Diese Show zu moderieren macht einen Riesenspaß, aber ist höllisch kompliziert“, sagte Jackman. „Man hat das schlimmstmögliche Publikum vor sich: Alle sind höchst nervös, vor dir sitzt eine nervenschwache Menge. Dieses Jahr wird es wohl noch herausfordernder.“ Jackman hatte die Show im Jahr 2009 selbst moderiert.

Wie Hollywood mit dem Thema sexuelle Übergriffe umgeht, wird sich schon bei der Verleihung der Golden Globes an diesem Sonntagabend zeigen. Auf dem roten Teppich könnte es ungewöhnlich düster zugehen: Weibliche Stars wollen als Protest gegen Missbrauch schwarze Abendkleider statt Glitter und Farbe tragen.