Montag, 08. Januar 2018, 21:10 Uhr

Was macht eigentlich Barbra Streisand (bei den Golden Globes)?

Barbra Streisand hätte gerne mehr weibliche Regisseurinnen bei den Golden Globes nominiert gesehen. Die 75-jährige Sängerin und Schauspielerin durfte auf den diesjährigen Golden Globes am Sonntag (7. Januar) den letzten Award verleihen und nutzte die Chance, um harsche Kritik zu üben.

Was macht eigentlich Barbra Streisand (bei den Golden Globes)?
Foto: HFPA

Streisand findet es nicht zeitgemäß, dass dieses Jahr keine einzige Frau in der Kategorie Beste Regie nominiert war. Auf der Bühne ergriff die Schauspielerin das Wort: „Backstage habe ich sie sagen gehört, dass ich die einzige Frau bin, die je die Auszeichnung Beste Regie erhalten hat und das war immerhin 1984. Das ist 34 Jahre her. Leute, die Zeit ist reif. Wir brauchen mehr weibliche Regisseurinnen und mehr weibliche Regisseurinnen müssen für die Kategorie nominiert werden.“ Die ikonische Schauspielerin, die die begehrte Trophäe für ihren Film ‚Yentl‘ erhielt, zeigte sich dennoch zuversichtlich und bewegt davon, mit so vielen engagierten Menschen in einem Raum zu stehen.

„Die Wahrheit ist mächtig“

„Ich bin sehr stolz, dass ich hier mit Menschen zusammen bin, die sich gegen Geschlechterungleichheit, sexuelle Übergriffe und die Kleinigkeiten aussprechen, die unsere Politik vergiften. Ich bin stolz darauf, dass unsere Branche, die sich mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert sieht, verspricht, die tägliche Arbeit anders zu gestalten. Die Wahrheit ist mächtig und wie in einem guten Film erkennen wir die Wahrheit über uns und andere und das ist so kraftvoll, dass wir damit die Meinungen von Leuten ändern, die Herzen der Menschen berühren und am Ende sogar die Gesellschaft an sich verändern können“, versprach Streisand in ihrer emotionalen Rede.