Samstag, 13. Januar 2018, 19:28 Uhr

Ingrid Steeger wurde sechs mal vergewaltigt: "Zackzack, das war es"

Ingrid Steeger ist eine Ikone der deutschen Fernsehgeschichte. Lange vor der aktuellen #MeToo-Debatte hatte sie über den an ihr verübten Missbrauch offen gesprochen. In einem aktuellen Interviewe spricht die 70-Jährige erneut darüber – und es scheint, als habe sie längst resigniert.

Ingrid Steeger wurde sechs mal vergewaltigt: "Zackzack, das war es"
Markenzeichen Lesebrille: Ingrid Steeger. Foto: WENN.com

Steeger, die offenbar von München nach Bremen umziehen will, sagte im Interview mit der ‚Berliner Zeitung‘ zu den Enthüllungen, die der Weinstein-Skandal nach sich gezogen hat: „Das ist den Männern leider Gottes gegeben: Die versuchen immer zu tatschen. Das ist normal.“ Was sie betrifft, wolle sie auch Jahrzehnte später – wie derzeit in den USA üblich – keine Namen nennen: „So eine Vergewaltigung geht schnell vorbei. Zackzack, das war es.“

Sie hat die Täter nicht angezeigt

Die einstige Ulknudel, aus der legendären TV-Comedyshow ‚Klimbim’, die zuvor mit Softpornofilmchen in die Branche einstieg, finde es „ein bisschen übertrieben, so etwas nach 20 Jahren noch in die Öffentlichkeit zu ziehen.“ Sechs mal sei vergewaltigt worden, die meisten seien Kollegen gewesen. Doch Steuer wollte nicht zur Polizei: „Was hätte ich denn machen sollen? Wir mussten doch noch drehen.“

Von 1988 bis 1992 war Regisseur Dieter Wedel ihr Lebensgefährte, der gerade unter Beschuss steht. Über ihn sagte die Blondine: „Er ist ganz bestimmt kein Vergewaltiger“.

Übrigens: Die Schauspielerin veröffentlichte 2004 das Buch „Meine Mannschaft“ über ihre schwierigen Beziehungen zu Männern. (PV)