Montag, 15. Januar 2018, 11:16 Uhr

Catherine Deneuve entschuldigt sich

Catherine Deneuve entschuldigt sich bei den Opfern sexueller Belästigung. Die 74-jährige Schauspielerin veröffentlichte nun eine Entschuldigung, nachdem sie mit einem offenen Brief die Unterstützerinnen und Unterstützer der #MeToo-Kampagne kritisiert hatte.

Catherine Deneuve entschuldigt sich
Foto: Patricia Schlein/WENN.com

In dem Brief, veröffentlicht von der französischen Zeitung ‚Le Monde‘ und unterschrieben von über 100 Frauen aus der französischen Entertainment-Branche, verteidigte der Kinostar die „Freiheit zu belästigen“. Nun musste sie ihre Aussagen klarstellen. In einem weiteren Brief, abgedruckt von der Zeitung ‚Libération‘ schreibt Deneuve: „Ja, ich mag Freiheit. Ich mag das Merkmal unserer Zeit nicht, wo jeder sich das Recht nimmt zu urteilen, zu schlichten und zu verachten. Eine Zeit, in der einfache Denunziationen in den sozialen Netzwerken für Strafe, Resignation und oft auch Lynchen durch die Medien sorgen. Ich entschuldige nichts. Ich entscheide nicht über die Schuld dieser Männer, denn ich bin dafür nicht qualifiziert. Und nur wenige sind das…Nein, ich mag dieses Rudeldenken nicht.“

„Flirten ist kein Verbrechen“

In dem Statement, das die Kontroverse auslöste, setzen sich einige französische Entertainment-Größen dafür ein, dass ein Unterschied zwischen Flirten und Belästigung gemacht wird. Darin heißt es: „Vergewaltigung ist ein Verbrechen. Aber beharrliches oder ungeschicktes Flirten ist kein Verbrechen, noch ist Ritterlichkeit eine chauvinistische Aggression. Als Resultat der Weinstein-Affäre gibt es nun ein allgemeines Bewusstsein über die sexuelle Gewalt, die Frauen vor allem am Arbeitsplatz erleben müssen, wo einige Männer ihre Macht missbrauchen. Es war nötig. Aber diese Redefreiheit ist nun nach hinten losgegangen.“ Der Brief wurde von vielen Frauen weltweit kritisiert, darunter auch Schauspielerin Asia Argento, die Weinstein Vergewaltigung vorwirft.