Freitag, 19. Januar 2018, 21:20 Uhr

Steven Spielberg schritt gegen "unangebrachtes Verhalten" ein

Steven Spielberg gibt zu, dass es „unangebrachtes Verhalten“ in seiner Firma gegeben hat. Der erfolgreiche Filmemacher hat in seiner Karriere zahlreiche Filme geschaffen und sich seine eigenen Unternehmen aufgebaut.

Steven Spielberg schritt gegen "unangebrachtes Verhalten" ein
Ein bißchen blass die Herrschaften: Mr. Spielberg mit Meryl Streep. Foto: KIKA/WENN.com

Im Zuge der Missbrauchsskandale in Hollywood muss aber auch der Regisseur zugeben, dass es in seiner Firma zu einem Zwischenfall gekommen sei. „Es gab vor sehr vielen Jahren unangebrachtes Verhalten in meinem Unternehmen, aber wir haben das geregelt und diese Person sofort entlassen“, gesteht der 71-Jährige im Interview mit dem ‚Guardian‘. Spielbergs Firmen werden heute größtenteils von Frauen geleitet, worin er einen entscheidenden Vorteil sieht: „Ich denke, wenn Frauen eine Firma leiten, dann gibt es eine geringere Chance, dass Männer mit diesem Verhalten davonkommen.“

„Ich wusste, dass er ein Fiesling ist“

Über das Ausmaß der Missbrauchsvorwürfe in Hollywood ist der ‚Indiana Jones‚-Filmemacher dennoch erstaunt. Spielberg hätte zwar gewusst, dass der skandalumwobene Produzent Harvey Weinstein ein „Fiesling“ sei, aber die Schwere dessen Vergehen war dem Regisseur neu.

„Ich wusste, dass er ein Fiesling und sehr einschüchternder Gegenspieler ist. Aber von den Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs habe ich erst durch die Geschichte von Ronan Farrow erfahren. Ich habe es nicht gewusst, weil der sexuelle Belästigungstsunami noch nicht ins Rollen geraten war. Natürlich ist das alles über Jahrzehnte hinweg passiert, aber dieses unfassbare Erdbeben war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgetreten“, gesteht Spielberg.