Sonntag, 21. Januar 2018, 18:38 Uhr

Hugh Grant: Chaos am Set - Schlüpfer zu Hause auf dem Kopf

Er gehört zu den erfolgreichsten, britischen Schauspielern: Doch jetzt verriet Hugh Grant, dass nicht längst immer alles so glatt lief bei Dreharbeiten. Besonders bei den Drehs zu „Bridget Jones“ und „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“.

Hugh Grant: Chaos am Set - Schlüpfer zu Hause auf dem Kopf
Foto: Adriana M. Barraza/WENN.com

Im Gespräch mit dem Podcast „BAFTA“ erzählte Grant, dass er sogar richtig beängstigende Erfahrungen machte, insbesondere bei letzerem Film, unter anderem die, dass der Regisseur sogar Teetassen an die Wand warf – vor lauter Wut. Vielleicht gar nicht so verwunderlich, schließlich drehte er den Kinohit in nur 36 Tagen.

Hugh spielte 1997 in der Komödie „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ die Rolle des Charles und eroberte damit die Herzen aller Frauen weltweit. Damals glaubte jedoch niemand, dass der Film so ein Erfolg werden könnte, erzählte Grant jetzt. „Der Film wurde in 36 Tagen von Mike Newell, dem Regisseur, gedreht. Er schleuderte dann Teetassen gegen die Wände und brüllte ‚Ich kann das nicht machen!‘. Jeder stand kurz vorm Selbstmord und wir dachten alle, es würde nicht funktionieren. Wir dachten, wir müssten nach Peru auswandern, weil es einfach so peinlich war.“

Baby Nr. 5 kommt

Nach der turbulenten Entstehung des Films merkte das Team rund um Hugh dann aber ziemlich schnell, dass der Film ein echter Erfolg werden würde und den Leuten wirklich Vergnügen bereitete.

10 Jahre nach dem Erfolg spielte Grant dann in der romantisch-lustigen Filmreihe „Bridget Jones“ mit. Und besonders der zweite Teil soll wieder mit jeder Menge Chaos und Improvisationen am Set entstanden sein. Besonders die berühmte Schlüpfer-Szene in „Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns“ war für den Schauspieler schwierig. Seine Rolle Daniel Cleaver entdeckt in einer Szene die – nun ja, etwas groß geratene und gar nicht sexy Unterwäsche von Bridget. „Das mit dem Schlüpfer und dem Spruch „Hallo Mami“, das war alles nicht so geplant. Und dann blieb es einfach so.“

Im letzten Teil der Filmreihe „Bridget Jones‘ Baby“ war der der Schauspieler allerdings nicht mehr dabei. Er habe sich damals in einem Konflikt befunden, wie seine Figur in dem Film hätte eingesetzt werden können. „Ich sagte letztendlich, dass ich nicht sehe, wie ich da hineinpassen soll. Sie haben es dann zu Recht ohne mich so gedreht und das war auch einfach viel besser“.

Glücklich über seine Kinder

Wenn Grant nicht gerade auf Tour ist für Filme wie zuletzt „Paddington 2“ (dem süßen Leinwand-Bären leiht er seine Stimme) ist er einfach nur Papa für seine vier Kinder – und bald auch für das fünfte. Sein Lieblingstrick um die Kinder zu unterhalten hat übrigens auch was mit Schlüpfern zu tun. Er setze sich nämlich Unterhosen auf den Kopf, das fänden seine Kinder ausgesprochen witzig. Mit diesen Details gibt Hugh seltene Einblicke in sein Privatleben. Sein fünfjähriger Sohn John würde zum Beispiel jeden Morgen das Krippenspiel vorführen – nackt.

Und über die Geburt von Tochter Tabitha sagt er, dass es „das Schönste sei, was ihm je passiert ist“. Das würde zwar „absolut kitschig“ klingen, aber es würde eben stimmen. „Es ist so schön, diese ganze Liebe zu haben. Plötzlich liebst du jemanden mehr als dich selbst – und das ist in meinem Fall eine Neuigkeit – und sie lieben dich. Es ist bezaubernd“, erzählte er schmunzelnd in einem Interview mit Talkshow-Moderatorin Jess Cagle. Zu den Beziehungen gegenüber den Müttern der Kinder schweigt der Schauspieler allerdings. „Alles ist gut“. (SV)