Samstag, 27. Januar 2018, 13:52 Uhr

Kida Khodr Ramadan: Der Star aus "4 Blocks" und die Hipster

Kida Khodr Ramadan, der markige Mime, wurde gestern als „Bester Schauspieler“ mit dem Deutschen Fernsehpreis geehrt. Die Diskussion um Berliner Hipster sieht er aber gelassen. In Kreuzberg ist Platz für jeden.

Kida Khodr Ramadan: Der Star aus "4 Blocks" und die Hipster
Foto: AEDT/WENN.com

Schauspieler Kida Khodr Ramadan (41) stört sich nicht an der Diskussion über Hipster. „Lieber eine Million Hipster als nur einen AfD-Idioten“, sagte Ramadan der „Berliner Zeitung“ (Samstag). In Berlin-Kreuzberg etwa, wo der Schauspieler aufwuchs, sei Platz für alle Menschen. „Ich kann ja keinem Menschen verbieten, nach Kreuzberg zu kommen, bloß weil er ein Hipster ist – dann wäre ich ja ein Rassist.“

Der Bezirk habe ihn sehr geprägt, so Ramadan weiter. „Da habe ich die Straße erlebt, viele Menschen kennengelernt, auch viele dubiose und extrem unterschiedliche Typen.“ Von diesen „Charakterstudien“ profitiere er heute in seinem Beruf. Berlin-Kreuzberg gilt als multikultureller Bezirk, in dem viele verschiedene Gruppen zusammenleben.

Englisch sprechende Hipster

In einem Gastbeitrag für die „Zeit“ hatte CDU-Politiker Jens Spahn im vergangenen Jahr vor der Bildung einer neuen Parallelgesellschaft gewarnt: Englisch sprechende Hipster in der Hauptstadt – und damit teilweise für Hohn und Spott in der Hauptstadt gesorgt. Allerdings hatte Spahn nicht ganz unrecht.

Schauspieler Ramadan hatte am Freitag den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Bester Schauspieler“ gewonnen. Er wurde für seine Leistung in der Serie „4 Blocks“ (TNT Serie) ausgezeichnet, in der es um eine arabische Großfamilie in Berlin-Neukölln geht. Derzeit ist er neben Moritz Bleibtreu auch im Kino in „Nur Gott kann mich richten“ zu sehen. (dpa/KT)

Kida Khodr Ramadan: Der Star aus "4 Blocks" und die Hipster
Kida Khodr Ramadan in „Nur Gott kann mich richten“. Foto: Matthias Bolliger/Constantin Film Verleih GmbH