Dienstag, 06. Februar 2018, 19:18 Uhr

Ben Affleck: „Widerliches“ Hollywood schuld an Alkoholsucht?

Ben Afflecks Vater macht Hollywood verantwortlich für die Alkoholabhängigkeit seines Sohnes. Der 45-Jährige gestand seine Sucht ganz offen ein und suchte Hilfe in einer Entzugsanstalt, um die Erkrankung zu überwinden.

Ben Affleck: „Widerliches“ Hollywood Schuld an Alkoholsucht?
Foto: FayesVision/WENN.com

Sein Vater Timothy Affleck schwebt daher in tiefer Sorge um Ben und seinen Bruder Casey, der vor kurzem seinen Oscar-Auftritt absagte, da er der sexuellen Belästigung beschuldigt wird. „Es hat einen Tribut von meinen beiden Söhnen gefordert. Hollywood ist ein abscheulicher Ort. Ich denke, dass es ein großer Faktor von Bens Alkoholproblem war. Man wird im Grunde dazu gezwungen, eine Fassade zu entwickeln, dass es hart ist, diese abzustreifen und nach Hause zu seiner Familie zu gehen. Das hat Auswirkungen auf dein ganzes Leben. Ich denke, dass ist eine der Gefahren in der Filmindustrie“, schildert Timothy im Interview mit dem ‚Grazia‘-Magazin.

Vater war schwerer Alkoholiker

Der Familienpatriarch selbst sei „jahrelang“ ein „chronischer, schwerer Alkoholiker“ gewesen. „Ich musste mich erholen und glücklicherweise habe ich das getan“, gesteht er. Seinen Sohn nimmt er zugleich in Schutz: „Ben hat es immer sehr ernst genommen, nüchtern zu werden. Da gibt es keine Zweifel. Er will ein ausgeglichenes Leben und daran arbeitet er.“

Timothy fügt hinzu, dass der Alkoholismus wohl auch Schuld am Scheitern der Ehe des Hollywoodstars mit Jennifer Garner hat. „Es ist sehr schwer, sein Familienleben inmitten der Welt der Stars zu führen. Es ist ein hartes, anstrengendes Leben.“

Zugleich betont der Schauspieler: „In der Welt außerhalb der Entertainment-Industrie enden Ehen die ganze Zeit. Es ist total alltäglich, nichts, auf dem man herumreiten sollte.“ Die Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Ben und Casey weist Timothy zurück, da sie beide „gute Männer“ seien. „Sie behandeln Frauen gut, das kann ich garantieren. Nach 40 und so weiter Jahren kennst du deine Kinder“, sagt der 74-Jährige.