Mittwoch, 07. Februar 2018, 13:45 Uhr

Alexander Skarsgård über die widerliche Doppelmoral in Hollywood

Alexander Skarsgard beschwert sich über die „widerliche“ Doppelmoral in Hollywood. Der ‚Big Little Lies‘-Star kann nicht verstehen, wieso manche Männer in der Filmindustrie ihre Macht ausnutzen.

Alexander Skarsgård über die widerliche Doppelmoral in Hollywood
Foto: Adriana M. Barraza/WENN.com

Im Interview mit ‚ELLE UK‘ macht der Schauspieler seinem Ärger Luft: „Es gibt eine Doppelmoral [in der Filmbranche]. Mir ist das durch befreundete Schauspielerinnen von mir aufgefallen. Und es ist widerlich. Es ist kein Problem, das nur für Hollywood gilt. Ich denke, das sieht man in vielen Branchen, wo Männer mit viel Macht sich alles erlauben. Diese Frauen sind sehr mutig, nun darüber zu sprechen und ich bin überzeugt, dass das die Dinge fundamental verändern wird.“

Skarsgård würde sich freuen, wenn sich Länder wie die USA mehr von seiner Heimat Schweden abschauen würden. Hier sieht der Schauspieler die Gleichberechtigung deutlich besser umgesetzt: „Ich bin zu 100 Prozent Feminist. Schweden ist sehr progressiv. In Bezug auf Gleichberechtigung sind wir weiter fortgeschritten als andere Länder.“

Er fand sich süß und lustig

Trotz seiner positiven Einstellung zu Geschlechterbildern fällt es dem Frauenschwarm dennoch nicht leicht, mit dem anderen Geschlecht umzugehen. Skarsgård plagen immer noch starke Selbstzweifel, die ihn unsicher werden lassen: „Wenn ein Mädchen mich angesehen hat oder interessiert gewirkt hat, dachte ich, sie wäre nur interessiert, weil sie mich in einem Film gesehen hat. Das hat mich wertlos fühlen lassen. Ich wollte, dass die Mädchen in der Schule mich mögen, weil ich lustig oder süß oder interessant war – das ist es doch, was du willst, oder? Wenn du 13 Jahre alt bist? Und wohl auch, wenn du 40 bist.“