Donnerstag, 08. Februar 2018, 11:17 Uhr

Salma Hayek: Darum schwieg sie zu Weinstein

Salma Hayek war zu beschämt, um über Harvey Weinsteins sexuelle Belästigung zu sprechen. Die Schauspielerin beschuldigt den Produzenten Jahre später, sie mehrfach sexuell belästigt zu haben – und das während ihrer langjährigen professionellen Beziehung.

Salma Hayek: Darum schwieg sie zu Weinstein
Foto: Brian To/WENN.com

Weinstein selbst bestreitet die Vorwürfe. Für die 51-Jährige war es nicht leicht, diesen Schritt in die Öffentlichkeit zu wagen, weil sie nicht wollte, dass ihre zehnjährige Tochter Valentina davon Wind bekommt. Nun entschied sie sich jedoch anders und glaubt, dass es wichtig ist, darüber zu reden. Auch weil ihr Schmerz „so viel kleiner“ sei im Vergleich zu den anderer Frauen.

Gegenüber Oprah Winfrey meinte sie: „[Die ‚New York Times‘] kam auf mich zu und wollte, dass ich ein Teil der ersten Story bin. Damals gab es schon diesen Aufruhr und ich fing an zu weinen, als sie mich gefragt haben. Ich machte es am Ende nicht. Und dann schämte ich mich dafür, dass ich ein Feigling bin. Ich unterstütze Frauen schon seit Jahrzehnten aber das konnte ich nicht tun… Ich dachte an meine Tochter… Ich dachte an die Schande. Als alles raus kam, schämte ich mich, weil ich nichts gesagt habe. […] Ich dachte mir, es macht keinen Sinn, über meine Erlebnisse zu erzählen, weil das jedem passiert ist.“

Die Betroffenen sollen reden

Die ‘From Dusk till Dawn‘-Darstellerin findet es wichtig, dass die Betroffenen ihre Wut über das, was passiert ist, zum Ausdruck bringen können: „Es ist wichtig, Verantwortung für das, was wir anderen antun, zu übernehmen. Wir müssen aber aufhören, uns zu entschuldigen, dass wir angegriffen wurden. […] Es ist wichtig, den Ärger zu befreien. Ich möchte nicht, dass wir automatisch wütend werden, weil wir ein Opfer waren. Ich möchte nicht, dass Wut unser Motto bestimmt. Was aber nicht heißt, dass wir nicht wütend sind…“. Diese Energie könne man auch nutzen, um produktiv zu sein, so der Hollywood-Star.