Freitag, 09. Februar 2018, 16:48 Uhr

Tom Tykwer vermisst "wilde und sperrige "Filme in Deutschland

Ist das deutsche Kino zu angepasst? Star-Regisseur und Berlinale-Jury-Präsident Tom Tykwer („Babylon Berlin“) fordert von den hiesigen Filmschaffenden mehr Mut zum Risiko.

Tom Tykwer vermisst "wilde und sperrige "Filme in Deutschland
Foto: Caroline Seidel

Anders gesagt Tom Tykwer, der einst mit „Lola rennt“ den großen Durchbruch schaffte, vermisst „wilde und sperrige Filme“ in Deutschland. Als Grund dafür sieht er eine Verschiebung zum Spektakel und ein Primat der Wirtschaftsförderung sowie eine „Tendenz mancher Filmschulen zur Hochglanzkultur, Technikversessenheit und Veredelungsästhetik, die mit Filmemachen eigentlich nichts zu tun hat.“ Das sagte der Regisseur dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „Letztlich sind es wir Filmemacher, die den Laden aufzumischen haben“, sagte der 52-Jährige.

Die 68. Berlinale beginnt am 15. Februar. 19 Filme aus aller Welt gehen ins Rennen um die begehrten Bären-Preise, darunter vier aus Deutschland. Insgesamt sind bis zum 25. Februar rund als 400 Filme aus aller Welt zu sehen. (dpa)

Tom Tykwer: Seine 10 bekanntesten Projekte

1997: Winterschläfer
1998: Lola rennt
2000: Der Krieger und die Kaiserin
2002: Heaven
2006: Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders
2009: The International
2012: Cloud Atlas
2015–2017: Sense8 (Fernsehserie, 3 Folgen)
2016: Ein Hologramm für den König
2017: Babylon Berlin