Mittwoch, 14. Februar 2018, 19:34 Uhr

Emma Watson: "Das ist ein wichtiger Schritt"

Emma Watson begrüßt die neuen Richtlinien, die für die Film- und TV-Industrie entwickelt wurden, um sexuelle Übergriffe zu bekämpfen. Die 27-jährige Schauspielerin befürwortet die Richtlinien, die von zahlreichen Organisationen, wie unter anderem der BAFTA und dem British Film Institute (BFI), als Reaktion auf die Sexskandale in Hollywood verfassten wurden.

Emma Watson: "Das ist ein wichtiger Schritt"
Foto: Brian To/WENN.com

„Angeführt von dem BFI und der BAFTA ist die Industrie zusammengekommen, um diese Prinzipien und Richtlinien zu vereinbaren – entwickelt von Leuten, die die Feinheiten der Hierarchie an einem Filmset verstehen und nachvollziehen können, wie es ist, zu außergewöhnlichen und unmenschlichen Stunden zu arbeiten“, sagte die ‚Harry Potter‘-Darstellerin.

„Ich hoffe, dass diese Prinzipien zur selbstverständlichen Gewohnheit für jedermann werden; sie sind nicht nur dazu da, einzelne Individuen zu schützen, sondern sind auch ein wichtiger Schritt, um eine größere Vielfalt von Stimmen wahrzunehmen – und um eines Tages eine Unterhaltungsindustrie zu haben, die die Welt, in der wir leben, tatsächlich repräsentiert.“

„Branchenübergreifender Bemühungen“

Die neuen Prinzipien sollen dazu beitragen, ein positives und respektvolles Arbeitsumfeld zu begünstigen, wobei die sogenannte ‚Film and TV Support Line‘ vertrauliche Empfehlungen über das Telefon anbietet. Die Beratungshotline soll rund um die Uhr von professionell geschulten Mitarbeitern betrieben werden, die zahlreiche Erfahrungen im Umgang mit Problemen wie Belästigung und Depressionen besitzen. Von Seiten der britischen Akademie BAFTA wurden die neuen Richtlinien als Ergebnis „branchenübergreifender Bemühungen angesichts einiger schwieriger Wahrheiten“ bezeichnet.

Geschäftsführerin Amanda Berry sagte außerdem: „BAFTA engagiert sich für die Förderung von Exzellenz und kreativer Zusammenarbeit in den Bereichen Film, Games und Fernsehen. Wir glauben, dass jeder das Recht hat, in einem sicheren beruflichen Umfeld zu arbeiten. Es ist essenziell, dass es ein gemeinsames Verständnis von respektvollen, integrativen Arbeitspraktiken gibt, die es jedem ermöglichen, erfolgreich zu sein.“