Donnerstag, 15. März 2018, 22:26 Uhr

Tristan Brusch sollte man 2018 auf dem Schirm haben

Tristan Brusch (30) wuchs mit klassischer Musik auf und komponierte schon als Kind – ein kleiner Amadeus, könnte man fast schon sagen. Unverschämt gut ist auch sein im Juni und mit Hochspannung erwartetes deutschsprachiges Debütalbum “Das Paradies”, das „einen Wendepunkt in der hiesigen Musiklandschaft markieren könnte“. Sagt die Plattenfirma.

Tristan Brusch sollte man 2018 auf dem Schirm haben
Foto: Ashley Armitage

Ende letzter Woche gab der gebürtige Gelsenkirchener, der als Komponist des melancholischen Gitarrensamples aus dem Song „Jetzt“ der Band „Die Orsons“ bekannt wurde, einen ersten musikalischen Vorgeschmack daraus und präsentierte die Single “Hier kommt euer bester Freund”, die von Noisey prompt zum “besten Musikvideo der Welt” gekürt wurde. Naja es ist so der 80er-Jahre-Musikvideo-Style. Nix Neues in jeder Hinsicht – aber frisch in die Jetztzeit hinübergehievt, das klingt schon geil.

Anarchisch, ausgelassen, extrem hip und somit alles andere als gestrig, begeisterte Tristan Brusch gerade aber als Support für Punk-Blues-Granate Jesper Munk auf Tour in München, Berlin, Hamburg und Köln. Kollaboriert hat Tristan u.a. mit Rapper Cro, den Orsons, Me And My Drummer sowie mit Mine & Fatoni.

Tristan Brusch vermengt gekonnt Stile wie pulsierendem New Wave (Hier Kommt Euer Bester Freund), discoiden Pop (Die Fetten Jahre), Chansons (Tier/ Zuckerhut) und Breakbeats (Ich Lass Dich Nie Los) mit selbst erfundenen Synthie-Orgeln, die mal an das Gezirpe von Elfenwesen, mal an kreisende Helikopter und mal an Eisblumen (ja, der Mann kann Eisblumen vertonen!) erinnern.

Tristan Brusch sollte man 2018 auf dem Schirm haben
Foto: Ashley Armitage

Debütalbum kommt im Juni

Zwischen Extravaganz und Extrovertiertheit legt Brusch also bewusst eine zweite Spur aus anrührenden Balladen, welche einfach zum Weinen schön sind. Sein Debüt „Das Paradies“ steht ab dem 08. Juni 2018 in den Läden und auf den einschlägigen Servern.

Im besten Fall geht man nach Genuss dieser Musik gründlich gereinigt und noch dazu mit hartnäckigen Ohrwürmern zum Tagewerk über.