Freitag, 16. März 2018, 11:42 Uhr

Rihanna wehrt sich gegen Snapchat: Aktie bricht ein

Die Foto-App Snapchat hat eine Anzeige veröffentlicht, in der häusliche Gewalt verharmlost wird. Rihanna kritisiert das laustark – was dann auch ganz direkt Auswirkungen für das Unternehmen an der Börse hat.

Rihanna wehrt sich gegen Snapchat Aktie bricht ein
Foto: Oscar Gonzalez/WENN.com

Rihanna (30) liegt im Clinch mit der Foto-App Snapchat. Dabei geht es um eine Werbeanzeige für eine Games-App, die mit dem Thema häusliche Gewalt spielte und das Gesicht der R&B-Sängerin nutzte. „Ihr habt alle Frauen, Kinder und Männer, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, fallengelassen. Vor allem die, die sich noch nicht getraut haben, darüber zu reden. Schämt euch“, schrieb die Musikerin am Donnerstag auf Instagram.

Werbebanner zurückgezogen

Das US-Unternehmen hatte das Werbebanner für die Spiele-App bereits Tage zuvor zurückgezogen. Bei dem Spiel sollen sich Nutzer zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden – in diesem Fall, ob sie eher Rihanna oder ihren Ex-Freund Chris Brown schlagen würden. „Diese Werbung ist ekelhaft und hätte nie bei uns erscheinen dürfen“, schrieben die Verantwortlichen von Snapchat am Donnerstag in einem Statement, aus dem mehrere Medien zitierten. Die Snap-Aktie fiel nach der Rihanna-Kritik zunächst um fast fünf Prozent.

Die Sängerin aus Barbados („Diamonds“, „Work“) wurde 2009 von ihrem damaligen Freund Chris Brown verprügelt, der daraufhin zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt wurde. Der Rapper ließ dem Portal „E! News“ mitteilen: „Wer immer dies auf Snapchat veröffentlicht hat, gehört geschlagen.“

Unterdessen veröffentlichte die Sängern ihre neue Frühjahrs/Sommer-Kollektion mit Puma. (dpa/KT)