Sonntag, 18. März 2018, 14:50 Uhr

Ein Preis für "Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte"

Eigentlich dachte die Essener Autorin Anna Basener, sie hätte bereits einen guten Titel für ihr Buch. Doch ihr Lektor war anderer Meinung und bat sie um einen alternativen Vorschlag. Der hat nun sogar gewonnen.

Ein Preis für "Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte"
Anna Basener freut sich über ihren Preis. Foto: Jens Kalaene

Die Essener Autorin Anna Basener hat mit ihrem Roman „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ aus dem Jahr 2017 den Preis für den „Ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres“ gewonnen. Dabei sollte ihr Erstling aus ihrer Sicht eigentlich ganz anders heißen, verriet die 34-Jährige bei der Auszeichnung am Samstagabend auf der Leipziger Buchmesse. Sie sei monatelang davon ausgegangen, dass sie mit „Asche und Eierlikör“ den „besten Titel der Welt, ever, ever, ever“ gefunden habe.

„Inzwischen bin ich glücklich“

Als ihr Lektor um Alternativen bat, kombinierte sie kurzerhand die kuriosesten Wörter aus ihrem Debüt-Roman zu einem Satz – und der Vorschlag wurde vom Verlag ausgewählt. „Inzwischen bin ich sehr glücklich mit dem Titel“, sagte Basener.

Der Preis wurde zum fünften Mal in Folge von der Online-Community „Wasliestdu?“ vergeben. Das Votum der Nutzer wurde ebenso berücksichtigt wie die Favoriten einer Jury. In der Jury saßen unter anderem die Moderatorin Katrin Bauerfeind, die Komikerin Cordula Stratmann und der Bestseller-Autor Jan Weiler.

Im Vorjahr hatte sich der Poetry-Slammer „Sebastian 23“ mit seiner Textsammlung namens „Hinfallen ist wie Anlehnen, nur später“ durchgesetzt. (dpa/KT)