Freitag, 23. März 2018, 11:14 Uhr

Cate Blanchett und Woody Allen: "Ich wusste von nichts"

Cate Blanchett verteidigt ihre Zusammenarbeit mit Woody Allen. Die Oscargewinnerin stand 2013 für das Comedy-Drama ‚Blue Jasmine‘ des Regisseurs vor der Kamera. Damals habe sie jedoch keine Ahnung von den Vorwürfen der sexuellen Belästigung und des Missbrauchs gegen den Filmemacher gehabt.

Cate Blanchett und Woody Allen: "Ich wusste von nichts"
Woody Allen und Cate Blanchett 2012 am Set. Foto: WENN

Seine eigene Tochter Dylan Farrow beschuldigt den Star, sich an ihr vergangen zu haben. Blanchett wurde von der CNN-Reporterin Christiane Amanpour direkt darauf angesprochen, wie sie gleichzeitig eine „#MeToo-Anhängerin und Time’s Up-Verfechterin sein könne und mit Woody Allen zusammengearbeitet hatte, ohne etwas zu sagen?“ Die 48-Jährige ließ sich den impliziten Vorwurf jedoch nicht so einfach gefallen und erwiderte: „Damals habe ich gesagt, dass es eine sehr schmerzhafte und komplizierte Situation für die Familie ist, von der ich hoffe, dass sie sie bewältigen können.“

„Ich unterstütze das mit vollem Herzen“

Allen selbst bestreitet die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen. Blanchett fügte hinzu: „Falls diese Vorwürfe neu untersucht werden müssen, was meines Wissens nach durch das Gericht bereits erfolgt ist, dann glaube ich fest an das Gerechtigkeitssystem und daran, gerichtliche Präzedenzfälle zu setzen. Wenn der Fall neu aufgerollt werden muss, dann unterstütze ich das mit vollem Herzen.“

Die Australierin sprach außerdem über die Gefahren von sozialen Netzwerken in Bezug auf die #MeToo-Kampagne. „Social Media ist fantastisch, wenn es darum geht, Aufmerksamkeit auf Probleme zu lenken, aber es handelt sich dabei nicht um Richter und Geschworene“, erläuterte sie.

„Ich denke, dass diese Sachen vor Gericht müssen. Wenn diese Übergriffe passiert sind, dann wird die Person strafrechtlich verfolgt. Wenn also jemand nicht in der Glamour-Industrie ist, in der ich bin, kann er diesen gerichtlichen Präzedenzfall benutzen, um sich selbst zu beschützen.“