Dienstag, 27. März 2018, 23:07 Uhr

Gina-Lisa Lohfink: Die Ärmste kommt nicht mehr hoch

Gina-Lisa Lohfink verkündete gestern, dass sie sich aufgrund eines Bandscheibenvorfalls in Behandlung befindet und alle Termine absagen musste.

Gina-Lisa Lohfink: Die Ärmste kommt nicht mehr hoch
Foto: Ralf Succo/WENN.com

Bei Facebook und Instagram schrieb die berühmte, erst 31-jährige Ich-Darstellerin zu einem Bild auf dem ihr rechter Arm mit Infusion zu sehen ist: „Ich hatte heute morgen schon sehr früh noch ein paar weitere wichtige Untersuchungen aufgrund meinem Bandscheibenvorfall und werde den Rat der Ärzte befolgen und mich diese Woche schonen. Es tut mir sehr leid, dass ich leider auch deshalb alle Termine für diese Woche absagen muss, aber macht Euch bitte keine Sorgen – bin bald wieder auf den Beinen und für Euch da“.

Dies zeigt, dass ein Bandscheibenvorfall auch junge Menschen treffen kann. klatsch-tratsch.de hat nachgehakt. Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Klinik in Berlin, äußert sich zum Bandscheibenvorfall der ehemaligen „Germany’s next Topmodel“-Teilnehmerin und erklärt, wie sich ein Bandscheibenvorfall erfolgreich behandeln lässt.

Der Facharzt spricht

„Der Bandscheibenvorfall von Gina-Lisa Lohfink zeigt, dass es auch junge Menschen treffen kann. Meist stellt eine ruckartige Drehbewegung oder das Anheben eines schweren Gegenstands die Ursache dar. Die Bandscheiben dienen als Stoßdämpfer zwischen den einzelnen Wirbeln. Sie bestehen aus einem gelartigen Gallertkern und einem festen Faserring. Aufgrund degenerativer Veränderungen nimmt die Elastizität der Bandscheibe ab und es entstehen Risse im Faserring. Durchbricht der Gallertkern den Faserring, sprechen Mediziner von einem Bandscheibenvorfall. Dieser kann in einigen Fällen symptomlos verlaufen, äußert sich oft jedoch durch starke plötzlich auftretende Schmerzen, die in vielen Fällen auch ausstrahlen.“

Gina-Lisa Lohfink: Die Ärmste kommt nicht mehr hoch
Foto: Avicenna Klinik

Sabarini erklärte weiter: „Zunächst versuchen Ärzte einen Bandscheibenvorfall konservativ mithilfe von medikamentösen Therapieverfahren, wie Injektionsbehandlungen oder Infusionen, und Physiotherapie zu behandeln. Besteht jedoch die Gefahr eines bleibenden Nervenschadens, weil das Bandscheibengewebe auf einen Nerv drückt, muss das überstehende Gewebe mithilfe eines minimalinvasiven Eingriffs, beispielsweise der perkutanen Nukleotomie, entfernt werden. Zudem lässt sich dank der neuen Nahttechnik Xclose der Riss im Faserring verschließen, um das Auftreten von Rezidiven, also Rückfällen, zu vermeiden. Sobald die Patienten keine Beschwerden mehr verspüren, gilt es, mithilfe gezielter Übungen die Rückenmuskulatur aufzubauen, um weiteren Problemen vorzubeugen.“