Freitag, 30. März 2018, 20:54 Uhr

"Ghostland": Nach "Martyrs" startet der nächste Schocker!

Mit „Ghostland“ kommt der langersehnte neue Horrorschocker von Pascal Laugier in die deutschen Kinos. Der französische Regisseur Pascal Laugier schuf 2008 mit „Martyrs“ einen neuzeitlichen Horrorklassiker, der unter Horrorfans als einer der wichtigsten Filme des Genres gilt.

"Ghostland": Nach "Martyrs" startet der nächste Schocker!
Foto: Polyfilm Verleih

In dem neuen Gruselfilm müssen sich zwei ungleiche Schwestern, gespielt von Crystal Reed („Teen Wolf“, „Gotham“) und Anastasia Phillips („Reign“, Grey´s Anatomy“), den traumatischen Ereignissen ihrer Vergangenheit stellen. In der Rolle der Mutter ist die französische Sängerin Mylène Farmer zu sehen.

Der 1971 geborene französische Regisseur sagte über seinen Film: „Wenn es irgendjemanden gibt, von dem ich mich zu ‚Ghostland‘ habe inspirieren lassen, dann vielleicht Tobe Hooper… ja, vielleicht ist er mein „Lovecraft “. Der Ikonoklasmus und die makabre Verrücktheit seiner Filme, vor allem in dem sehr unterschätzten ‚The Texas Chainsaw Massacre 2‚, haben mir zweifellos Vertrauen in das gegeben, was ich tat.“

Weiter sagte Laugier: „Es gab mir Sicherheit, mich immer wieder daran zu erinnern, dass die größte „Zierde“ eines Horrorfilms darin besteht, gegen die Norm zu verstoßen und daran, dass dieses eigenartige Genre nicht erklärbar sein muss. Solche Gedanken helfen sehr, wenn man an dem zweifelt, was man tut. ‚Ghostland‘ könnte man auch als Ausdruck der Rückkehr des Verdrängten und vielleicht meiner „dunkelsten Seite“ deuten (lacht). Wie auch immer… Wenn man Angst davor hat, mit Horrorfilmen zu missfallen, sollte man etwas anderes machen.“

Das Haus ist echt

Der Regisseur sprach auch über das gruselige Haus, das die Handlung bestimmt. Lange hatte die Crew danach gesucht, bis es dann das typische amerikanische Farmhaus aus den 1880er Jahren gefunden hatte. „Ich wollte, dass das Haus so aussieht, als wäre es für die Bösewichte besser geeignet als für die nette Familie, die dort einzieht“, so Laugier.

"Ghostland": Nach "Martyrs" startet der nächste Schocker!
Foto: Polyfilm Verleih

„Als wäre es die Inkarnation des perfekten Ortes der morbiden Raserei des ‚Ogers‘ und der ‚Hexe’… ein idealer Spielplatz, der schon immer auf sie gewartet hat. Die Mutter und ihre Töchter sind diejenigen, die nicht dort hingehören. Sie klopfen an Türen und Trennwände, machen einen höllischen Lärm, als sie einziehen, während die beiden Monster ins Haus schlüpfen, als ob es ein Paar Pantoffeln wäre. Ich wollte in einem echten Haus drehen, weil ein Studio dem Ganzen eine viel weniger organische Dimension gegeben hätte – ich wäre versucht gewesen, Weitwinkelaufnahmen zu machen, weil ich die Wände hätte bewegen können.“

"Ghostland": Nach "Martyrs" startet der nächste Schocker!
Foto: Polyfilm Verleih

Und darum geht’s

Nach dem Tod ihrer Tante bezieht Colleen (Mylène Farmer) mit ihren Töchtern Beth (Crystal Reed) und Vera (Anastasia Phillips) das alte, leerstehende Haus der Verstorbenen. In der ersten Nacht im neuen Heim werden sie von brutalen Einbrechern überfallen. Das Trauma sitzt tief und prägt die Schwestern bis ins Erwachsenenalter. Beth hat ihre persönliche Bewältigungsstrategie im Schreiben gefunden und ist erfolgreiche Autorin von Horrorliteratur. Vera hingegen lebt immer noch mit ihrer Mutter in dem alten Haus, leidet unter paranoiden Wahnvorstellungen und verliert zunehmend den Verstand. 16 Jahre nach dem Vorfall kehrt Beth an den Ort des Geschehens zurück – was sich als schrecklicher Fehler erweist…

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Foto: Polyfilm Verleih