Dienstag, 17. April 2018, 22:19 Uhr

Rooney Mara hat Geburtstag: Glücklich mit Joaquin Phoenix

Rooney Mara gehört zu den wandlungsfähigsten Schauspielerinnen Hollywoods. Ihr privates Glück hat sie einem Bibelfilm zu verdanken.

Rooney Mara hat Geburtstag: Glücklich mit Joaquin Phoenix
Foto: KIKA/WENN.com

Jesus hat ihr Glück gebracht: Bei den Dreharbeiten zu dem Bibelepos „Maria Magdalena“ schlug der Blitz ein: Rooney Mara und Joaquin Phoenix (als Messias), die sich schon vorher gekannten haben, verliebten sich ineinander. Inzwischen wohnen die beiden auch schon zusammen in einem Häuschen in den Hollywood Hills. „Maria Magdalena“ (2018), in dem auf unaufgeregte Weise die Geschichte einer starken Frau erzählt wird, entpuppte sich zwar als veritabler Flop, aber der Gewinn der beiden US-Schauspieler wurde diesmal auf privater Ebene ausgezahlt.

Den Misserfolg wird Rooney Mara, die heute 33 Jahre alt wird, sicherlich verschmerzen können, hat sich die Schauspielerin doch innerhalb weniger Jahre in die Top-Riege der Hollywoodstars gespielt. Dabei begann ihre Karriere mit großen Zweifeln.

Kleine TV-Rollen, die sie hasste

Nachdem sich Rooney Mara einige Zeit lang mit kleinen TV-Rollen durchschlug, ergatterte sie schließlich ihre erste Hauptrolle in einem Remake von „A Nightmare On Elm Street“ (2010). Ein Film, der sie ziemlich frustrierte: „Ich hasste es“, erzählte sie der „Vogue“. „Ich dachte: ‚Wenn das meine Möglichkeiten sind, dann will ich nicht unbedingt Schauspielerin sein‘.“

Ursprünglich hatte Rooney Mara mit der Filmerei auch nichts am Hut. Nach dem Schulabschluss hatte sie angefangen Psychologie zu studieren. „Ich war schon immer sehr neugierig und wollte herausfinden, wie andere Menschen ticken“, sagte sie im Interview mit der „Rhein-Neckar-Zeitung“.

Rooney Mara hat Geburtstag: Glücklich mit Joaquin Phoenix
„Maria Magdalena“. Foto: Universal Pictures

Nachdem Rooney Mara dem Slasher Freddy Krueger zum Opfer gefallen war und sie das Machwerk in tiefe Zweifel gestürzt hatte, genügten ihr schließlich fünf Minuten in David Finchers Facebook-Film „The Social Network“ (2010), um wieder in die Spur zu kommen.

Durchbruch mit einer Miniszene

In dem Kinohit verkörpert sie Erica Albright, die fiktive Ex-Freundin von Mark Zuckerberg (gespielt von Jesse Eisenberg). In der Eröffnungsszene von „The Social Network“ sitzen beide in einer lauten Bar, trinken Bier und die aufgebrachte Erica wäscht Mark Zuckerberg den Kopf und gibt ihm schließlich den Laufpass. Eine starke Szene für Rooney Mara.

David Fincher hatte Gefallen an der jungen Schauspielerin gefunden und wollte sie schließlich für „Verblendung“ (2012) engagieren, dem US-Remake nach dem Mega-Bestseller von Stieg Larsson. Leicht hat es ihr Fincher aber nicht gemacht: Über zwei Monate zog sich der Casting-Prozess hin, eine schmerzhafte Angelegenheit für Rooney Mara.

Für ihre Rolle als Hackerin Lisbeth Salander machte Mara schließlich eine tiefgreifende Verwandlung durch: sie hungerte sich zur Dürrheit herunter, rasierte sich den halben Schädel, bleichte ihre Augenbrauen, färbte sich die Haare und bekam einige Piercings.

Durchbruch als Lisbeth Sander

„Die Piercings waren einfach – zwei Finger breit Whiskey und los ging’s. Alles andere war harte Arbeit“, sagte sie dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Für diese Kraftanstrengung erhielt Rooney Mara eine Oscar-Nominierung und brachte ihr schließlich den großen Durchbruch.

Ihre zweite Oscar-Nominierung erhielt Rooney Mara schließlich für „Carol“ (2015). In dem subtilen und eleganten Film erzählt Regisseur Todd Haynes nach der Romanvorlage von Patricia Highsmith von einer lesbischen Liebe in den 50er Jahren. Eine Oscar-Nominierung gab es schließlich auch für die grandios aufspielende Cate Blanchett. (dpa)