Mittwoch, 18. April 2018, 17:07 Uhr

Walk the Moon: Neues Video "Kamikaze"

Nachdem die vier Jungs aus Ohio erst Anfang des Monats auf ihrer Europa-Tour auch Deutschland besucht hatten und vor den Venues von aufgeregten, geduldig wartenden Fans in Empfang genommen wurden, erscheint nun endlich ein weiteres offizielles Video zur nächsten Single-Auskopplung „Kamikaze“.

Walk the Moon: Neues Video "Kamikaze"
Foto: Promo

Vor dem ganz großen Durchbruch hatten Sänger und Keyboarder Nicholas Petricca, Gitarrist Eli Maiman, Bassist Kevin Ray und Drummer Sean Waugaman bereits zwei Top 20 Alternative Hits gelandet: „Anna Sun“ und „Tightrope“, beide von ihrem selbst betitelten Debütalbum, das 2012 erschien. Seit 2008 war die Band unermüdlich auf Tour und erspielte sich mit ihren mitreißenden und euphorisierenden Live-Shows eine treue und stetig wachsende Fan-Gefolgschaft.

Erfahrungen, die Walk The Moon zu Gute kamen, als „Shut Up And Dance“ plötzlich Dank Spotify überall auf der Welt in die Spitzengruppe der Charts kletterte und sich die Band plötzlich auf einer Welttour wiederfand, auf der sie innerhalb von drei Monaten 25 Ländern auf fünf Kontinenten besuchte.

„Jeder Aspekt von Walk The Moon war vom Erfolg von ‚Shut Up And Dance‘ betroffen“, sagt Ray. „Es ändert sich nicht nur die Art und Weise, wie Radios dich wahrnehmen, auch die Tour-Booking-Anfragen explodierten und die Hallen wurden immer größer und größer. Uns wurde zum ersten Mal klar, dass Leute, die überhaupt nichts mit uns und unserer Musik zu tun gehabt hatten, plötzlich komplett am Start waren. Der Song wurde Teil der Popkultur und wir wurden zu Sachen eingeladen, von denen wir vorher nur geträumt hatten.“

„Als wir die Band gründeten, hatten wir uns das ganz anders vorgestellt“, sagt Petricca. „Wir wollten eigentlich die Ziellinie erreichen und mussten das Rennen vorzeitig beenden.” Mit einem leeren Kalender vor Augen und ohne Pläne für eine Rückkehr, verloren sich die Bandmitglieder aus den Augen, die Kommunikation zwischen ihnen kam fast vollständig zum Erliegen. „Zum ersten Mal hatten wir Zeit, uns ein Leben ohne Band vorzustellen“, erinnert sich Petricca. Das allgemeine Vakuum bot Raum für Spannungen. „Einige Leute fragten sich, ob sich die Band wohl auflösen würde“, sagt Ray. „Für mich stellte sich die Frage nie. Es war eher die Frage: ‚Wird es jemals wieder so sein wie zuvor?‘“

2016 kamen sie wieder zusammen

Im Herbst 2016, ein paar Wochen nach Rays Hochzeit, trafen sich die Bandmitglieder in einem Studio in Austin. „Nur wir vier und ein Toningenieur in einem Raum“, erinnert sich Petricca. „Es hatte seit Jahren kein Songwriting-Treffen wie dieses mehr gegeben. Es machte großen Spaß. Wir stolperten in dem kleinen Raum herum und machten einfach Lärm, doch aus diesen Sessions erwuchs etwas sehr Kraftvolles.“ „Wir spürten: ‚Oh, es geht wieder los‘ und wir sind immer noch Freunde“, sagt Ray. „Wir können immer noch zusammen Musik machen.” „Das Studio war in einem Lagerhaus, das voller Kisten und Schachteln mit Glühbirnen war“, sagt Maiman. „Es war alles andere als eine Luxus-Umgebung, aber es bringt einen wieder auf den Boden zurück, wenn man in einem Studio arbeitet, das sich die Räumlichkeiten mit einer Elektrofirma teilt, nachdem man einen weltweiten Hit hatte. Es war schön, wieder an einem solch verrußten und unglamourösen Ort zu sein.“

Das Ergebnis ihre Anstrengungen ist „What If Nothing”- ein Album, auf dem die Band sich von seiner inspiriertesten, futuristischsten und furchtlosesten Seite zeigt. Mit der ersten Single „One Foot“ daraus ist Walk The Moon abermals eine grandiose Pophymne gelungen