Freitag, 04. Mai 2018, 15:36 Uhr

Abi Ofarim gestorben

Der israelische Musiker Abi Ofarim, Vater von Popstar Gil Ofarim, ist tot. Der 80-Jährige starb nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in München. Zuvor hatte das Magazin „Bunte“ darüber berichtet.

Abi Ofarim gestorben
Die Musiker-Brüder Gil (l) und Tal (r) Ofarim 2010 mit ihrem Vater, Sänger und Gitarrist Abi Ofarim (m). Foto: Felix Hörhager

Der 80-Jährige sei friedlich in München eingeschlafen, sagte die Managerin seines Sohnes Gil der Deutschen Presse-Agentur. Neben Gil hätten auch dessen Bruder Tal und die Lebensgefährtin von Abi Ofarim den Musiker in seinen letzten Stunden begleitet. Zunächst hatte das Magazin „Bunte“ darüber berichtet. Ofarim, der mit bürgerlichem Namen Abraham Reichstadt hieß, feierte in den 1960er Jahren mit seiner ersten Frau große Erfolge im Duo Esther & Abi Ofarim. Hits wie „Cinderella-Rockefella“ oder der von den Bee Gees geschriebene „Morning of my Life“ gingen um die Welt. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere trennten sich Esther und Abi.

Abi Ofarim gestorben
Der Sänger Abi Ofarim starb im Alter von 80 Jahren. Foto: Ursula Düren

Alkohol- und Drogenexzesse

Es folgten Alkohol- und Drogenexzesse und zahlreiche Negativ-Schlagzeilen. Sogar im Gefängnis saß der Tänzer und Produzent zwischenzeitlich. Anfang der 1980er Jahre berappelte sich Ofarim und brachte ein neues Album auf den Markt: „Much too Much“.

Dann folgte wieder ein Einschnitt. Der Sänger beschloss, sein Leben neu zu sortieren. Fortan arbeitete er als Produzent. Von der Bühne verabschiedete er sich für 27 lange Jahre. Im Jahr 2009 schließlich kehrte er wieder zurück. 59 Goldene Schallplatten gewann er in seiner Karriere.

Im Januar 2017 wurde der Sänger schwer krank. Eine Lungenentzündung wurde diagnostiziert. Später fiel er ins Koma, zudem folgte eine Operation am Herzen. Seine Lebensgefährtin Kirsten Schmidt pflegte ihn. Abi Ofarim wurde am 5. Oktober 1937 in Safad in Israel geboren. Er hinterlässt zwei Söhne, die Musiker Gil und Tal Ofarim. (dpa)